Melonenkaviar, mein erster Versuch – oder „Rumgematsche“

Tja, so bin ich halt: Da siehste was im Fernsehen, was Neues, guckst im Internet nach, wirst fündig, liest, liest, und… willst auch! So in etwa war das bei mir mit Molekularküche. Eigentlich ein komisches Konzept. Man greift ein altbekanntes Rezept auf und interprätiere es komplett neu (am besten unter Zuhilfenahme eines Chemiebaukastens) – z.B. „virtuelles Sushi“.:

Beim virtuellen Sushi erstellt man (kurz gesagt) eine hauchdünne Oblate aus einer Art Zuckermasse, mit Fischgeschmack. Durch die typischen Sushi Zutaten, wie Wasabipaste und Ingwer, bekommt diese Oblate, die am Stiel serviert wird, einen Geschmack wie echtes Sushi.

Warum nur der Aufwand? Echtes Sushi vernünftig herzustellen, ist schon recht zeitaufwendig. Dafür hat man dann aber auch etwas davon. Bei der virtuellen Variante zergeht die ganze Arbeit in Sekunden auf der Zunge, man erntet vielleicht ein „aaahhh…“, oder ein „jau, schmeckt wie Sushi“, aber Hunger hat man dann immernoch.

Naja. Mir hat es da das Rezept „Melonenkaviar“ angetan. Dabei werden (auch wieder kurz beschrieben) aus Melonensaft kleine Kügelchen geformt, die aussehen, wie gelber Kaviar. Wie? Das geht nicht? Doch. Dazu gibt man zu dem Saft ein wenig Natriumalginat, zieht den Saft mit einer Spritze auf und tropft die Mischung in eine besondere Lösung (Kalziumchloridlösung). Durch einen chemischen Trick bildet sich sofort eine Haut um die Safttropfen und es entstehen die Kaviarkugeln. (Rezept unter http://www.chefkoch.de/forum/2,49,175450/Kalziumchloridloesung-fuer-Melonenkaviar.html)

Soweit zur Theorie!!!

In der Praxis ging mein Weg zunächst in eine größere Apotheke. Dort besorgte ich mir die Zutaten. 10g Natriumalginat und 50g Kalziumchlorid für rund 6€ zusammen (auf Bestellung!).

Zuhause angekommen habe ich bedauernd festgestellt, dass ich keine Cantaloup-Melone auf Vorrat habe. Ts ts ts…
Aber, man weiß sich ja zu helfen. Schnell ein paar reife Pfirsiche entsaftet, ein wenig Apfelsaft dazu, sollte doch auch gehen. Saft ist Saft (*hust*hust*). Dann habe ich die Kalziumchlorid -Lösung hergestellt. Nun schnell den Saft auf eine Spritze aufgezogen und tolle Kügelchen geformt… tja, denkste. Die Pampe zerlief sofort in der Lösung – von Hautbildung war keine Spur zu erkennen.

Ich gebe nicht auf. Besorge mir mal ne Melone und dann kommt Versuch 2. Vielleicht sogar mit Bildern!

Grüße, Dennis

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One Response to Melonenkaviar, mein erster Versuch – oder „Rumgematsche“

  1. Tobias sagt:

    so etweas sollte man nicht versuchen. Das klingt schon zu verrückt

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