Norovirus wieder in Deutschland

Oh nein, nicht schon wieder…

Noch mit Schrecken erinnere ich mich an letztes Jahr zurück, als uns plötzlich dieser fiese Norovirus heimsuchte. Zunächst wurden alle um uns herum krank: Nachbarn, Freunde, Familie. Dann fing es bei uns an. Als ich schon dachte, ich sei gegen das Virus immun, raffte es mich doch dahin.

Wie merke ich, dass ich das Noro -Virus habe?

Die Symptome sind vor allem Übelkeit, starker Durchfall und plötzliches Erbrechen. Erwischen kann es alle. Besonders kleinere Kinder und ältere Menschen sind wegen der heftigen Symptome aber besonders gefährdet.

Norovirus (Quelle: wikipedia)

Wie bekommt man das Noro Virus?

Das Virus wird durch direkten Kontakt zu infizierten Menschen übertragen (z.B. Hand geben), kann aber auch durch Toiletten, Türklinken oder ähnliches übertragen werden (Schmierinfektion). Bislang sind zwei Fälle in Deutschland bekannt geworden: Einmal ist ein Krankenhaus in Koblenz betroffen. Dort ist eine ganze Station für Neuaufnahmen geschlossen worden, nachdem 5 Patienten und 4 Mitarbeiter über die Symptome klagten.
Ein anderer Fall trug sich auf einem Ausflugsschiff auf dem Rhein zu. 37 von 110 Reisegästen aus England wurden dabei infiziert. Man vermutet dort auch die Herkunft des Virus. Die englischen Touristen mussten nach England zurückkehren, um das Virus nicht noch weiter zu verbreiten.

Wie lange dauert die Krankheit?

Aus eigener Erfahrung dauert die Krankheit nur 3 – 5 Tage, ist aber dafür sehr heftig.

Was kann ich tun, um mich nicht anzustecken?

Eine Impfung für das Virus gibt es noch nicht, da es sich ständig verändert.
Um das Risiko einer Schmierinfektion zu verringern, kann man nur besonders stark auf die Hygiene achten. Gründliches Hände waschen vor dem Essen, oder nach Kontakt mit anderen Menschen. Liegt ein Verdacht einer Erkrankung (z.B. im Freundeskreis) vor, sollte der Kontakt vorerst vermieden werden. Ist bereits eine Person im nahen Umfeld betroffen, besteht kaum eine Chance, sich nicht anzustecken.

Was tun, wenn ich mich angesteckt habe?

Bei Erbrechen und Durchfall ist der Verlust von Flüssigkeit sehr gefährlich. Man sollte auch trotz Übelkeit immer wieder genügend Flüssigkeit zuführen. Am besten geeignet ist eine elektrolytlösung (Apotheke). Natürlich geht auch Wasser ohne Kohlensäure oder ungesüßter Tee. Kindern, die stark betroffen sind, hilft oft Cola, aus der man durch Rühren die Kohlensäure entfernt hat. Sie liefert Flüssigkeit, bringt aber auch den Kreislauf wieder ein wenig in Schwung.
In allen Fällen aber gilt: Bei Verdacht auf Norovirus sofort den Arzt einschalten. Besonders gefährdete Menschen müssen gegebenefalls, bei zu hohem Flüssigkeitsverlust, ins Krankenhaus. Dort kann man durch einfache Infusion die verlorene Flüssigkeit ersetzen.
Hat man das Gröbste überstanden, fängt man mit leichter Kost an (Zwieback, Brühe…) und steigert, je nachdem, ob man es verträgt oder nicht.

Ich wünsche euch, dass ihr ihn nicht bekommt – und wenn doch: besucht mich bloß nicht 😉

Alles Gute, Dennis

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0 Responses to Norovirus wieder in Deutschland

  1. chefarzt sagt:

    Da fragt man sich schon, warum diese Epidemien in den letzten Jahren immer mehr zunehmen? Mangelnde Hygiene? Übertriebene Hygiene? Oder einfach neue Erreger im Laufe der Jahre? Wie auch immer, Noro geh über den Rhein wieder zurück!

  2. admin sagt:

    Böse Zungen könnten behaupten, diese Viren werden von den Pharmakonzernen gezüchtet, um den Absatz an Medikamenten zu steigern. Ob dies nun stimmen könnte oder nicht – eins ist sicher: Sinn würde es dann schon machen.

  3. Noroviren-Alarm: Trinkwasser macht krank!

    Norovirus-Infektionen werden durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst. In allen Gewässern kommen Viren vor. Unsere veralteten Wasserwerke können Viren regelmäßig nicht filtern. Noroviren bleiben in kälterem Wasser länger ansteckend als in wärmerem Wasser. Die Norovirus-Infektionen folgen dem Verlauf der Kälte in den Wasserleitungen. Lebensmittel haben das ganze Jahr über die gleiche Temperatur. Das Trinkwasser nicht. Es hat sein Temperaturminimum im Februar. Also muss Trinkwasser die Norovirusinfektionen auslösen, bevor sie sich insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen ausbreiten können. Die Ultrafiltration kann Viren aus dem Trinkwasser filtern. Dabei entstehen zusätzliche Kosten von nur 0,50 € je Person und Monat. Eine vorsorgende Gesundheitspolitik muss Infektionsketten durchbrechen. Die Ultrafiltration würde die Kosten im Gesundheitswesen, die Lohnnebenkosten und die Ausfallzeiten am Arbeitsplatz reduzieren, auch bei anderen durch Trinkwasser übertragenen Infektionen. Auch die H5N1-Vogelgrippe kann mit dem Trinkwasser übertragen werden. Eine epidemiologische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar die saisonale Influenza durch das Trinkwasser ausgelöst wird.

    Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann, Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
    soddemann-aachen@t-online.de
    http://www.dugi-ev.de/nrhz_SOD_TW_HOEHN_20080924.pdf
    http://www.springerlink.com/content/x6138263qn388085/
    http://www.dugi-ev.de/umg%202_2006-Maunula.pdf
    http://www.dugi-ev.de/dbu_workshop_20081004.pdf
    http://www.dugi-ev.de/umg%202_2006-Soddemann.pdf
    http://www.dugi-ev.de/information.html

  4. EarlMobile sagt:

    Noroinfektionen müssen zwar bei direktem Nachweis aus dem Stuhl dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden, da der labormedizinische Nachweis jedoch dem Abklingen der Beschwerden um mehrere Tage hinterhinkt, wird das in der Praxis auch gern mal unterschlagen.
    Im Endeffekt werden also weitaus weniger Fälle tatsächlich gemeldet als Patienten mit dem Virus infiziert werden. Man kann sogar von einer alljährlich einsetzenden Norowelle sprechen, die die Kliniken und Arztpraxen überfällt und in diesem Zusammenhang sehr viele Menschen betrifft – deine zwei genannten Fälle stehen demnach Abertausenden Neuinfektionen jährlich gegenüber.
    Ungünstig ist allerdings, dass eine Immunität gegen das Virus nicht ausgebildet werden kann, also Patienten und v.a. auch medizinisches Personal sich alle Jahre wieder vor der gefürchteten Norowelle in Acht nehmen sollten…

    LG EarlMobile

  5. Flüge sagt:

    Der Noro Virus ist wirklich schrecklich. Man sollte wirklich immer darauf achten, dass man sich oft am Tag die Hände wäscht. Ich persönlich packe Türklinken von öffentlichen Gebäuden nicht mehr so an, sondern nehme immer ein Taschentuch, um den direkten Kontakt zu vermeiden.
    Der Noro Virus hatte auch mich heimgesucht und mir ging es nahezu miserabel. Ich hoffe, dass das keiner von Euch erleidet. Bleibt gesund!

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