Von Geldschmelze, Nervenzusammenbrüchen und Sonnenbrand

Urlaub an der Nordsee! Das haben wir uns so schön ausgedacht: Wir mieten für 250€ genau 6 Übernachtungen in einer Ferienwohnung nur 5km von der Nordseeküste entfernt und verleben ein paar enntspannte und günstige Urlaubstage mit unseren zufriedenen Kindern. Soweit zur Theorie…

Die Praxis sah leider etwas anders aus. Die Ferienwohnung war gerade gut genug, um darin zu schlafen. Ein gemütliches Verweilen war dort quasi nicht möglich. Sei es der Vorgarten aus Beton oder das uralt -Wohnzimmer mit dem mikroskopisch kleinen Fernsehgerät. Die Kinderzimmer (diese waren ja zum Glück in ausreichender Anzahl vorhanden!) lagen taktisch unklug im Obergeschoss, direkt neben einer steilen Treppe, so dass die Kinder dort nicht alleingelassen werden konnten.

Also: Nichts wie raus und den Urlaub in der Umgebung genießen. Erster Tag: Ab zum Strand! Eigentlich kein Problem, einfach ein paar Sachen ins Auto, auf dem Navi die Küste anklicken und los. Denkste. Der einzige zugängliche Strand weit und breit ist eine Touristenhochburg. Allein die Suche nach einem Parkplatz lässt die Temperatur im Auto um mehrere Grade ansteigen – trotz Klimaanlage. Wir entschließen, auf einem großen Bezahlparkplatz zu parken. 3,50€ für 4 Stunden parken – puh. Ich werfe 4€ in den Automat. Dieser spuckt das Ticket aus und… sonst nix. „Dieser Automat wechselt nicht!“ Eine leichte Aggression kommt auf. Ach komm, egal. Ab zum Strand.
Nachdem wir uns durch Menschenmassen in Richtung „Strandportal“ vorgewühlt hatten, der 2. Schock: Der Zugang zum Strand kostet Eintritt!!! Mir bleibt die Spucke weg. Angesichts zweier nörgelnder Kinder und einer gestressten Frau, zücke ich mein Portemonaie und latze.

Wo noch am Anfang der Woche mehrere größere Euroscheine in meiner Geldbörse blitzten, war schon gegen Ende der Woche Ebbe. Diese herrschte übrigens auch immer dann, wenn wir mal wieder viel geld für einen Parkplatz, Eintritt zum Strand und Miete für einen Strandkorb ausgegebenn hatten.

„Papa, ich will ein Eis“; „nein Papa, ich wollte aber doch lieber den anderen Anhänger!“; „ich hab Durst“; „ich will aber JETZT aufs Klo“ – dies sind die Sätze, die unsere lieben Kleinen so liebenswert machen – die Nörgel- und Heultiraden mal ganz vernachlässigt. Aus diesem Grund sieht man an der Nordsee eigentlich nur gestresste Eltern, anstatt entspannte Erziehungsberechtigte. Selbst am Strand kann man so manchen Wutausbruch beobachten: „Ich ruf gleich deinen Vater an und der holt dich dann ab nach Hause!“ – diese Mutter war wohl schon ziemlich fertig…

Nach dieser Woche bin ich nun endlich wieder Zuhause – pleite, gestresst und einen ziemlichen Sonnenbrand habe ich auch noch 🙂

Home sweet home…

Grüße, Dennis

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