Flaschengarten – Teil 2

Im April diesen Jahres habe ich von der Erstellung eines Flaschengartens, einer Mini Biosphäre berichtet. Zu dem Zeitpunkt habe ich auch selbst ein solches Projekt gestartet und versprochen, mich wieder zu melden.

Bevor ich jetzt groß rumschwafle, hier einfach mal ein Bild was für sich spricht:

flaschengarten2

Wie man deutlich erkennen kann, hat sich gegenüber dem Startbild einiges getan – die Pflanzen sind ganz ordentlich gewachsen. Am Anfang hatte ich noch länger das Problem mit zu viel Flüssigkeit in der Flasche, also habe ich diese noch etliche Tage ohne Stopfen stehen lassen. Mittlerweile habe ich den Stopfen schon etwas länger drauf und es hat sich gut eingespielt. Ich habe nun nur noch morgens Niederschlag an der Flaschenwand.

Worauf man allerdings doch achten sollte: Ich habe diese schöne Pflanze mit den schwertförmigen Blättern eingesetzt. Diese hat relativ steife Blätter und passt sich nicht so gut an die Form der Flasche an. Mir gefällt es aber trotzdem.

Da ich einige Zuschriften zu dem Thema bekommen habe, würde ich mich über Fotos oder Feedback zu euren Projekten sehr freuen. Ich kann auch gern eure Fotos hier einstellen.

Es grüßt euch,
Dennis

Hier nochmal der erste Artikel

Los, folgt und teilt mich:

Mini Biosphäre – Garten in der Flasche

Hallo lieber Leser!

Seit einiger Zeit geht bei Facebook ein Bild rum, auf dem ein Flaschengarten zu sehen ist, der angeblich seit 40 Jahren ungeöffnet einen geschlossenen Kreislauf bildet.

Flaschengarten (Quelle: Facebook)

Das Prinzip dahinter:

Wasser aus dem Boden und den Blättern der Pflanzen verdunstet, kondensiert an der Scheibe, läuft zurück in die Erde. Gießen wird dadurch überflüssig. Die Nährstoffe in der Pflanze werden durch absterbende Pflanzenteile regelmäßig ersetzt und dienen anderen Pflanzen als Dünger. So bildet sich im Idealfall ein (fast) geschlossener Kreislauf. Schlaumeier werden nun bemerken, dass der Kreislauf nicht ganz geschlossen ist, denn wir geben ja Energie in Form von Sonnenlicht hinzu. Die Pflanzen produzieren durch die Photosynthese tagsüber Sauerstoff und nachts dann Kohlendioxid.

Anleitung zum Selbermachen:

Das wollte ich dann auch gleich mal selber ausprobieren. Im Keller fand ich einen Weinballon
, der eine ähnliche Form ausweist, wie der auf dem obigen Bild. Zusätzlich besorgte ich mir folgende Zutaten:

Blähton -Kugeln (Tonsubstrat): Dient als unterste Schicht wie eine Drainage und sorgt dafür, dass die Pflanzen nicht faulen
gute Blumenerde aus dem Fachhandel: Diese enthält bereits Nährstoffe, Dünger, etc. und ich hoffe mit Qualitätserde besser gegen Schimmel und weitere Krankheiten vorzubeugen als mit einer Billigerde, die bereits in der Packung schimmelt.
geeignete Pflanzen, die a) zum Klima in der Flasche passen (geeignet wären z.B. Zwerglilien, Farne, Moose, Efeu…) und b) in ihrer Größe noch durch die kleine Öffnung passen

Zudem bastelte ich mir aus Papier einen Trichter, damit ich beim Befüllen der Flasche die Glaswand nicht beschmutze und ich bog mir aus einem starken, langen Stück Draht ein Werkzeug zum graben und Pflanzen arrangieren. Hierzu kann man bestimmt auch einen Löffel mit einem Stiel verlängern, o.ä. Wichtig ist die Sauberkeit des Gefäßes und der Zutaten, da eine kranke Pflanze oder Schimmel sicherlich das Aus des Projektes bedeuten würde.

Knapp eine halbe Stunde später sah das dann so aus:

Flaschengarten Tag 0

Wenn man nun die Pflanzen alle erfolgreich eingesetzt hat, muss man das Ganze nur noch wässern und anschließend luftdicht verschließen (ich verschließe den Weinballon zunächst mit Frischhaltefolie und einem Gummi, weil ich ihn evtl. die ersten Tage nochmal kurz öffnen muss). Die korrekte Wassermenge erkennt man daran, dass euer Gefäß morgens beschlagen und mittags dann wieder trocken (nicht mehr beschlagen) ist. Bleibt die Flasche den ganzen Tag beschlagen, so ist zu viel Wasser drin. Dann einfach das Gefäß für einige Zeit offen stehen lassen. Ist die Glaswand morgens trocken, müsst ihr Wasser nachgießen. Ist die Wassermenge erstmal eingestellt, könnt ihr den Flaschengarten dauerhaft verschließen.

Der beste Standort ist laut diversen Internet Anleitungen an einem Nordfenster, also ohne direkte Sonneneinstrahlung. Auf oder direkt an einer Heizung soll euer Biotop auch nicht stehen.

Was nun?:

Ich halte euch nun regelmäßig auf dem Laufenden, was aus meiner Mini -Biosphäre wird. Schaut gern wieder rein, aboniert meinen RSS Feed und hinterlasst mir eure Kommentare.

Grüße, Dennis

HIER der Stand der Dinge 3 Monate später…

Hier noch eine weitere Anleitung

Das Bild auf Facebook

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