Die wichtigsten LaTeX Befehle, Musterdatei

Der Einstieg in LaTeX ist nicht immer ganz einfach, wenn man nur WYSIWYG Texteditoren wie Word gewohnt ist. Die Vorteile liegen aber auf der Hand: automatische Inhaltsverzeichnisse, selbst aktualisierende Überschriften und Nummerierungen, einbetten von mathematischen Formeln, uvm…

Ich habe für euch mal ein Beispielskript gebastelt, was ihr mit Copy und Paste einfach in eure Datei einfügen könnt, um gleich loszulegen. Die Beispieldaten löscht ihr einfach raus:


 

\documentclass[11pt, a4paper]{report}
\usepackage{ucs}
\usepackage[utf8x]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage{amsmath,amssymb,amstext}
\usepackage[automark]{scrpage2}
\usepackage{parskip}
\usepackage{booktabs}
\usepackage{multirow}
\pagestyle{scrheadings}
\clearscrheadfoot
\ifoot[]{\author}
\ofoot[]{\pagemark}
\setcounter{tocdepth}{4}
\setcounter{secnumdepth}{4}
\title{Hier dein Titel rein}
\author{Autor Name}
\date{\today{}, dein Ort}

\begin{document}
\maketitle

\pagebreak
\tableofcontents
\pagebreak

\chapter{Kapitel Überschrift 1}
\label{sec:1}

\section{Unterkapitel Überschrift}

Beliebiger Text zwischendurch…

\begin{itemize}
\item Nummer 1
\item Nummer 2
\item Nummer 3
\end{itemize}

\subsection {Abschnitt Überschrift}
\subsubsection{Unterabschnitt}

\begin{enumerate}
\item Zucker
\item Mehl
\item Eier
\item Prise Salz
\end{enumerate}

\begin{equation*}
\sum_{n=0}^{3}n=6
\end{equation*}

\end{document}

Los, folgt und teilt mich:

Wirtschaftswissenschaften Studium – Es wird verdammt ernst

Mein letzter Beitrag ist ja nun schon wieder eine Weile her und es ist so einiges passiert…

Ich hatte ja beim letzten Mal meine erste Einsendearbeit zum Brückenkurs Mathe eingeschickt. Das Ergebnis habe ich heute per Post bekommen – 84 / 100 Punkten erreicht. In einer Klausur wäre das bestanden, aber so richtig zufrieden bin ich nicht. Zumal auch die Fehler nicht durch Lösungshinweise ergänzt wurden. Da stellt sich mir die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, die restlichen Arbeiten noch einzusenden.

Vor ein paar Tagen kam ein Paket an – 15cm dicker Lesestoff! Darin enthalten die 4 Kurse (2 Module), die ich bestellt hatte:
– Einführung in die Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft
– Wirtschaftsmathematik (Lineare Algebra und Statistik)

Dazu gab es eine CD. Der Inhalt ernüchterte allerdings etwas (erhoffte ich mir doch einige multimediale Lernhilfen, Präsentationen, Videos, Software), denn die CD enthielt lediglich das Statistik -Skript in Form von zusätzlichen PDF Dateien. Nun gut, kann ich mir zumindest aufs iPad ziehen und unterwegs lernen. Das hätte man aber auch übers Internet anbieten können, anstatt eine teure CD samt Hülle zu verschicken.

Dienstag Abend um 18:00Uhr fand auf dem Campus der Fernuni in Hagen die Einführungsveranstaltung für das Sommersemester 2015 statt. Die Veranstaltung war gut besucht, aber nicht übervoll. Vertreter der Fachschaften und der Studienzentren stellten sich vor und gaben nützliche Tipps, wo man wie welche Infos und Lernangebote finden kann. Nach einem allgemeinen Teil und einer Pause (mit Getränken, Keksen und Schokolade – danke AStA), wurden Gruppen gebildet und die WiWis – wir sind nun mal die größte Gruppe – traf sich wieder im großen Saal, wie zuvor. Ein Mitarbeiter vom Prüfungsamt hielt dort eine Rede, die auf mich etwas einschüchternd und demotivierend wirkte. Beispielsweise zeigte er die Bestehensquoten der letzten Erstsemester -Klausuren… BWL hatte 40% Durchfallquote! Insgesamt lag diese zwischen 25-40% über alle Klausuren, erschreckend! Ebenso kamen wir noch auf das Thema „Workload“. Pro Modul sollen 10 Stunden pro Woche investiert werden. Bei 2 Modulen macht das – (das kann selbst ich noch rechnen) 20 Stunden!!! Pro Woche!!! 9 Semester!!! Man sprach von 5400h für den Bachelor. Das nenne ich mal ein Pfund, oder ein Wort zum Sonntag…

Ich habe mir also gedacht – fängst du mal mit dem „leichtesten“ Thema an (BWL), dann hast du schnelle Lernerfolge und kannst dich dann so motiviert an dein Leidthema Mathe heran machen. Die ersten Seiten im Skript waren dann auch tatsächlich noch ganz informativ und teilweise sogar kurzweilig geschrieben, aber nach weiteren Seiten schwirrte mir der Kopf und ein Fremdwort jagte das nächste. Diese sehr abstrakte Art und Weise des Skripts, was mit möglichst wenig Beispielen auszukommen versucht, stellte sich als echte Herausforderung dar. Im nächsten Kramladen kaufte ich mir erstmal eine Packung Textmarker, damit ich mir wichtige Passagen gleich markieren kann, um beim 2. Durcharbeiten nicht mehr jeden Satz lesen zu müssen – Zeitmanagement ist alles! Es stellte sich mir die Frage, wie tief ich diesen Stoff lernen muss. Geht es ums Verstehen, oder muss ich Dinge komplett auswendig wissen? Ein Blick in alte Klausuren zeigte mir – letzteres ist der Fall… Au weia.

Da ich gern Abwechslung bevorzuge, wo es eben geht, nahm ich mir nebenbei noch das Statistikskript vor. Was sagte der Herr vom Prüfungsausschuß am Dienstag: Wenn du das schaffst, schaffst du auch alles andere (war wohl auf weitere Statistikinhalte bezogen, oder?). Ich stellte jedoch fest, dass dieses Angstfach vieler Studenten eigentlich ganz einleuchtend und vor Allem gut geschrieben war! Überall Beispiele, so dass man gleich einen praktischen Bezug hat. So liebe ich das.

Heute ist mir ein Buch aus meinem ersten (IT) Studium in die Hände gefallen:

Dieses Buch habe ich damals noch in DM bezahlt (39,00DM). Beim reinlesen merke ich – hey, das ist ja wirklich gut und passt super zu BWL!

Ebenfalls habe ich mir dieses hier besorgt:

Mal sehen, ob mich das weiterbringt. Ich habe überlegt, mir LaTeX zu installieren, um mir eigene Zusammenschriften der einzelnen Kurse zu machen, zum späteren Lernen und Wiederholen. Schaden kann es sicherlich nicht. Über Facebook kündigt sich die Gründung einer Lerngruppe in der Nähe an – sehr sinnvoll und mit Sicherheit gut für die Motivation.

Mal sehen, was es beim nächsten Mal zu berichten gibt. Am 1.4. geht es „offiziell“ los und ab da gibt es auch die ersten echten Einsendearbeiten. Bin mal gespannt. Die sind ja Voraussetzung für die Anmeldung zu den Klausuren… die Termine stehen ebenfalls schon fest! Argh…

Ich freue mich wie immer über Kommentare jeder Art!

Los, folgt und teilt mich:

Wirtschaftswissenschaften Studium – Erste Schritte in Mathe

Da hast du dir das Kaffee trinken gerade erst abgewöhnt und jetzt bist du wieder Student! Seltsamer Gedanke. Die Erinnerungen an mein erstes Studium habe ich schon teilweise aus dem Gedächtnis entfernt. Zumal es auch nicht besonders gut geendet hat. Ob meiner katastrophalen Ergebnisse in „höherer Mathematik 1 + 2 + 3“ dessen Materie spätestens im 3. Semester in der realen Welt nicht mehr wirklich praktische Anwendung findet, hatten mich damals veranlasst, aus einer Teilzeitbeschäftigung einen Beruf zu machen. Ich zahlte am Amt 20DM (ja, der Euro kam danach) und war ab dem Zeitpunkt selbstständiger EDV Spezialist. Fortan durfte ich meinen Kunden echte Rechnungen schreiben und das gefiel mir wesentlich besser als im großen Hörsaal mit Streichhölzern in den Augen der Professor bei seinem ewigen Monolog zu lauschen. Ich geben zu – zur Selbstständigkeit gehört dann natürlich noch wesentlich mehr, aber das ist ein anderes Thema.

Um dieses Mathe Trauma nicht nochmal zu erleben, wollte ich es nun ganz anders angehen. Motivierter, intensiver, erwachsener. Ich schrieb den Fachbereich an der Fernuni in Hagen an und fragte, wie ich die Zeit von Januar bis April sinnvoll für die Vorbereitung auf das erste Semester nutzen könnte. Die Antwort kam prompt. Eine freundliche Mitarbeiterin des Professors wies mich auf den sogenannten „Brückenkurs Mathe“ hin. Anmeldefristen gab es nicht und so meldete ich mich zu den Kursen des ersten Semesters noch zusätzlich an diesem Kurs an.

Es verging so einige Zeit, die ich damit verbrachte, mich mehr oder weniger seelisch auf die neue Situation vorzubereiten. Ich richtete mir zuhause wieder ein Büro ein, welches ich erst vor einiger Zeit Dank so toller Errungenschaften wie iPad und Co. abgeschafft hatte. Hier könnte ich also stundenlang lernen, ohne von dem ganzen Traraa drumherum allzu sehr gestört zu werden.

Just mit der Fertigstellung des Büros (in der Abstellkammer) traf das sehnlich erwartete Paket ein. „Ziemlich dick“, dachte ich. 5 Hefte, die mich Stück für Stück, Thema für Thema an die Fähigkeiten heranführen sollen, die ich für das Bestehen des Mathekurses brauche.

Das Lesen in dem ersten Heft (Mengen und Zahlenbereiche) ging leicht von der Hand, wenn man sich erstmal wieder an die „Mathesprache“ gewöhnt hat. Einige Übungsaufgaben zeigten mir jedoch ganz deutlich – mal eben so wird das nix! Da musst du dich schon wirklich reinknien.

Parallel durchstöberte ich das Hochschulnetzwerk „Moodle“ nach Leuten, die aus meiner Region stammen und evtl. Lust auf gelegentliche Lerntreffs haben könnten. Dabei fand ich auch eine passende Facebookgruppe mit den Studienstartern des nächsten Semesters! Hurra, hätten wir das damals doch schon gehabt. Leichter bekommt man keinen Kontakt zu Gleichgesinnten im Fernstudium.

Das Heft war durch und nun wollte ich mir die erste Einsendearbeit vornehmen. Diese war zwar freiwillig, aber als Motivation und mentale Vorbereitung auf kommende Prüfungssituationen nahm ich mir vor, diese ernst zu nehmen und das Angebot der Kontrolle dankend anzunehmen. So saß ich da in meinem Büro und fühlte mich in meine Abiturzeit zurückversetzt – den Namen und die Matrikelnummer oben links aufs Blatt, sonst kann die Arbeit nicht korrigiert werden. Das rechte Drittel bleibt für Anmerkungen frei. Soso… DeJaVú.

Es war ja vorherzusehen, dass die Einsendearbeit nicht so einfach sein würde. Ein paar Aufgaben hatten es schon wirklich in sich. Man weiß sich aber zu helfen und fragt mal ganz unverbindlich in der Facebookgruppe nach einem Tipp oder Lösungsansatz (lösen wollte ich ja gern selber). Glücklicherweise fanden sich dort auch sofort nette Leute, mit denen zusammen man doch wirklich ein paar Schritte vorwärts kommen konnte. Es entstanden nette kleine Diskussionen per Chat und gemeinsam erarbeiteten wir die Lösungen – Teamwork! Bei anderen Aufgaben ging es etwas schwieriger zu: 4 Leute hatten genau 4 unterschiedliche Ergebnisse. Jeder hatte einen überzeugenden Ansatz und einen nachvollziehbaren Lösungsweg.

Ich half mir derweil, indem ich einige Aufgabenstellungen in Excel nachstellte, um mir das Ganze bildlich vor Augen zu führen – mit Erfolg wie ich finde. Ebenso lernte ich tolle neue Möglichkeiten kennen, die das World Wide Web so bietet: Wolfram Alfa! Eine absolut geniale Webseite, die selbst komplexere Matheprobleme löst und so zur Lernkontrolle und Visualisierung dient. Toll!

Einen Taschenrechner habe ich mir auch wieder gekauft. Einer von drei erlaubten Modellen, die für die Prüfungen zugelassen sind. Ein Texas Instruments 30 X II Solar. Der Nachfolger des Rechners, der mich zum Abitur 1999 begleitet hat.

In der Nächsten Folge lest ihr, was aus meiner ersten Einsendearbeit geworden ist und wie es mit Mathe weitergeht…

Los, folgt und teilt mich:

Wirtschaftswissenschaften Studium – Die Entscheidung

Irgendwann im Leben stellt man plötzlich fest: Huch, jetzt bist du 33.. ach ne, 34… 35 – verdammt! Selbstverständlich hast du einiges sowohl beruflich, als auch privat vorzuweisen, doch um sich schön auf den Lorbeeren auszuruhen, dafür reicht es noch nicht. Jetzt noch mal was ganz anderes machen kommt nicht in die Tüte, denn es ist ja eigentlich alles gut. Was passiert aber nun, wenn du mal älter bist, habe ich mich gefragt? Irgendwann (in ferner Zukunft), möchte man sich ja vielleicht auch mal aus dem operativen Geschäft zurückziehen und eher in beraterischen Positionen tätig sein. Wirst du dann deine ganze Erfahrung, die du als selbstständiger Unternehmer gemacht hast, überzeugend und gewinnbringend ans Volk bringen können? Zählen dann die vielen Jahre Know How, die du angesammelt hast? Meine bisherige Erfahrung sagt mir: Nein! In Deutschland brauchst du für alles eine nachgewiesene Qualifikation, ein Schein, einen Abschluss, eine Urkunde. Erst wenn du deine Visitenkarte ausdrücklich mit einem offiziellen Titel schmücken kannst, werden Sie dir deine Kompetenz auch abkaufen.

Na gut. Welche Möglichkeiten habe ich nun? Eine Ausbildung als Trainer? Kommt aus zwei Gründen nicht in Frage – erstens: es kollidiert zeitlich mit meiner jetzigen Tätigkeit, und zweitens: Die Preise für eine solche Ausbildung sind doch wirklich astronomisch. Zumal man als Trainer ja wirklich auch nur sehr begrenzt einsetzbar wäre. Bleibt noch ein Studium – möglichst in Teilzeit, dann kann man die Freiräume, die man sonst mit Fernsehen und unnützen Dingen verbracht hat, doch dann sinnvoll ausfüllen.

OK, ein Studium soll es also sein. Aber was? Beim Vergleichen mehrerer Studiengänge passte mir ein Studiengang perfekt ins Bild: WiWi, Wirtschaftswissenschaften. Da ist alles drin, was man für die Zukunft brauchen kann. In Teilzeit per Fernstudium an mehreren Unis studierbar – perfekt! Ich verglich also mehrere Fernuniversitäten und stellte dabei schnell ernüchtert fest – ein Studium an einer privaten Einrichtung kommt finanziell nicht in Frage. Um die 13.000€ sollte da die Ausbildung im Schnitt kosten – bis zum Bachelor. Wenn du dich aber einmal auf gewissen Webseiten herumtreibst und du dort Informationen anforderst, wirst du danach tagelang mit zentimeterdicken Umschlägen bombardiert, dass der Postbote seine wahre Freude an dir hat. Mit weniger Papier, wäre das Studium dort sicher wesentlich günstiger. So kostete meine Recherche sicherlich den einen oder anderen Quadratmeter Urwald.

Glücklicherweise haben wir in Deutschland eine staatliche Universität, die diesen Studiengang ebenfalls anbietet – die Fernuni in Hagen. Für einen Bruchteil der Kosten einer privaten Uni kann man dort in 9 Semestern (Teilzeit) zum „Bachelor of Science Wirtschaftswissenschaften“ heranreifen. Die Entscheidung fiel um die Jahreswende. Die Einschreibeprozedur ging ziemlich leicht (ein paar Seiten Formular mussten ausgefüllt werden) und bereits ein paar Tage darauf bekam ich Post mit meinen Studentenunterlagen, wie Ausweis, Matrikelnummer, Zugangsdaten zum Hochschulnetzwerk usw. Nun war ich also wieder mal Student in Spe (offizieller Beginn ist der 1.4.2015).

Im nächsten Beitrag geht es um die ersten Tage als angehender Student und um den Mathe Vorbereitungskurs…

Los, folgt und teilt mich: