Von wegen, kleiner Eingriff….

Naja, aus dem “kleinen Eingriff” wird dann wohl doch nichts. Nach meinem Sportunfall letzten Samstag, hatte ich mich schon auf eine kleine OP vorbereitet – ambulant, schön nach Hause danach, doch Pustekuchen…

Heute im Krankenhaus bei der Voruntersuchung durch dem Chefarzt “Dr. Metzner” erfuhr ich, dass man höchstwahrscheinlich meine Schulter ganz öffnen müssen. Dies ist mit einem Krankenhausaufenthalt von ca. 4 Tagen verbunden und bedeutet einen Arbeitsausfall von ca. 4-6 Wochen.

Was für einen Angestellten wie Weihnachten und Ostern an einem Tag klingt, ist für einen Selbstständigen existenzbedrohend. 4 Wochen kein Auto fahren zu dürfen, bedeutet 4 Wochen kein Geld verdienen. Nach so langer Arbeitsunfähigkeit springen auch Kunden ab.

Wir werden mal sehen, in wiefern man da eine Lösung finden kann. Am Donnerstag, den 9.10.08 geht es los.
Etwas bedrückt, Dennis

Inlinern – wie man es nicht machen sollte

Da wollte ich mal wieder die Inliner anziehen und die letzten Sonnenstrahlen genießen, und dann sowas… Unterwegs mit Sascha, der auf seinen eigenen Füßen – joggend – unterwegs war, ging es bei uns einen recht beachtlichen Berg hinunter. Natürlich habe ich für diese kleine Spatzierfahrt meine Protektoren Zuhause gelassen. Um nicht zu schnell zu werden, bremste ich zwischendurch immer mal wieder ab. Fast unten angekommen bremste ich wohl etwas zu fest und die Massenträgheit sorgte für den Rest: Ein toller Hechtsprung (5,8 in der B-Note) auf meine Hände. Zum Glück hatte ich wenigstens Handschuhe an. Ich hörte ein ekliges KNACK Geräusch und wusste – oh man, gleich kommt der Schmerz. Adrenalin sei dank dauerte dies noch ein wenig.

Schnell war klar, dass ich mir die rechte Schulter ausgekugelt hatte. Wo sonst die Schulter war, fühlte man nur noch ein Loch. Nach kurzem und nicht geglücktem Versuch aufzustehen, rief Sascha den Krankenwagen an. Bereits wenige Minuten später bog dieser in die Straße ein. Leider ließ nun langsam die Wirkung des Adrenalins nach und der Schmerz kam. Ein leichtes Kribbeln setzte ebenfalls ein, denn die Schulter drückte wohl auf den Armnerv.

Sitzend fuhr mich der Krankenwagen dann ins nächste Krankenhaus. In der Notaufnahme war gerade Rushhour. Dennoch gab man der Schulter erste Priorität – wegen dem eingeklemmten Nerv. Ein erstes Röntgenbild zeigte deutlich und auch für Laien ersichtlich: hier ist nichts mehr da, wo es hingehört. Der Arzt klärte mich über die weitere Vorgehensweise auf. Zunächst gab er mir in meinen frisch gelegten Zugang ein Mittel gegen Übelkeit und darauf ein starkes Schmerzmittel (ein Opiat) zum Einrenken. Man setzte mich auf einen Stuhl – mit dem Arm über die Lehne. Dann renkte mich der Arzt ein. Ich war zu diesem Zeitpunkt so besäuselt, als hätte man mir eine Flasche Korn injeziert. Zum Glück ging alles gut und ich musste nicht in Narkose gelegt werden.

 

Bei der Kontrolle unterm Röntgengerät, sah alles wieder gut aus. Nach etwa einer halben Stunde durfte ich das Krankenhaus mit fixiertem Arm wieder verlassen. In 3 Tagen muss ich in die Röhre. Dort sieht man, ob ich noch eine Endoskopische Behandlung benötige. Hoffentlich nicht.

Bis bald, Dennis