Umbau eines VC200 Green Multimeter auf LiPo

Hallo Technikfreaks und Bastler

Seit längerer Zeit besitze ich ein „VC200 Green Multimeter„, welches ich für gelegentliche Elektrikeraufgaben und meine Hobbys brauche. Schon lange hat es mich genervt, dass dieses Messgerät vor jedem auch noch so kleinen Einsatz erstmal mehrere Minuten z.B. an der Steckdose geladen werden musste. Gerade bei Durchgangsprüfungen ging die Betriebsspannung auch ganz schnell wieder in die Knie.

Damit sollte nun Schluss sein. Von meinem derzeitigen Haupthobby, dem Hubschrauber -Modellbau, ist neulich ein LiPo -Akku (Lithium -Polymer) übrig geblieben, der nicht mehr genügend Kapazitäten für einen ordentlichen Hubschrauberflug gebracht hat. Der Akku bestand aus 3 Zellen. Der Plan: Das Multimeter auf LiPo umrüsten.

Gesagt, getan!

Zunächst öffne ich das Gehäuse des Multimeters (3 Schrauben auf der Rückseite). Im Inneren findet sich ein relativ dicker Kondensator – der Grund für das ständige Nachladen müssen… Die Angabe auf dem Cap: 5,5V.

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Schritt 2: Ich trenne den LiPo -Akku in seine einzelnen Zellen auf, indem ich ihn vorsichtig von seiner Schutzhülle befreie und dann an der Platine die Lötfanen auslöte. Ein letzter Test mit dem Messgerät zeigt 4,2V bei einer einzelnen Zelle – das sollte doch genügen. Der Lipo war also geladen.

Schritt 3: Um den Cap auszulöten muss ich weitere Schrauben lösen, die die Platine im Gehäuse halten. Um vernünftig an die Lötstellen zu kommen demontiere ich auch das LCDisplay und löte den Cap aus.

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Schritt 4: Provisorisch verbinde ich mit Krokodilklemmen die LiPo -Zelle mit den Lötkontakten und prüfe das Messgerät: Das Display zeigt in tiefem Schwarz den Buchstaben „l“ – es funktioniert 🙂

Schritt 5: Da ich den Lipo nicht fest in das Gehäuse einbauen möchte (Sicherheitsaspekt und zum Laden unpraktisch) entscheide ich mich, die Zelle mit einem Stecker und das Messgerät mit einer Buchse zu versehen. Das einzige Stecksystem, was ich heute bei mir auftreiben konnte, war von einem ausrangierten PC -Netzteil. Das nenne ich Resteverwertung!

Schritt 6: Alles fertig isolieren, eine Aussparung in das Gehäuse um das Kabel nach außen zu führen, zusammenbauen, freuen!!! 🙂

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Ergebnis eines ersten Tests:

Ich entschied mich gleich für den Härtetest der Messgerätspannung: Messung auf Durchgang mit dem integrierten Piepser. Ich wusste garnicht, dass mein Messgerät so klar und laut piepsen kann, ohne dass das Display dabei ausgeht. Super, ich bin begeistert! Die Mühe hat sich gelohnt. Nun muss ich mir noch etwas einfallen lassen, damit der Lipo nicht so rumbaumelt – evtl. befestige ich ihn an der Rückseite des Messgeräts mit einem Steifen Klettband.Die Zelle wird übrigens noch ca. 500mAh Kapazität haben – das reicht für etliche Messungen 🙂

Zeitaufwand: Wenn man alles bereitstehen hat (und nicht zwischendurch den gesamten Keller umbaut) dauert es ca. eine halbe Stunde.

ACHTUNG: Ich übernehme keine Verantwortung für eure Basteleien. Auch die Garantie erlischt, wenn ihr euer Gehäuse öffnet. Ihr seid selbst für euch verantwortlich.
Noch ein Wort zu LiPos: Diese Akkus sind nur für Leute geeignet, die sich damit und mit den einhergehenden Gefahren auskennen.

Grüße, Dennis

  

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