Anzeige: Wie viele Informationen sammeln Social Networks über uns?

Es ist schon interessant zu beobachten, wie sich die Welt um uns herum verändert und weiterentwickelt. Schon immer strebte der Mensch nach Höherem, nach Neuerungen und Fortschritt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich unser Lebensstil stark verändert, was vor allem auf den technologischen Fortschritt zurückzuführen ist. Dank dem World Wide Web können immer mehr Dinge bequem von zu Hause aus erledigt werden. Man muss nicht mehr vor oder nach einem langen Arbeitstag stundenlang Schlange bei der Post stehen oder aber die halbe Stadt durchqueren, um das passende Geburtstagsgeschenk zu finden, man kann mit Freunden und Bekannten chatten, Fotos und Videos online teilen… Aber hegt dieser Fortschritt auch Gefahren? Wie viel geben wir wirklich über uns preis, wenn wir unbesorgt im Internet surfen?

Image courtesy of adamr / FreeDigitalPhotos.net

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Über 1 Milliarde Nutzer weltweit. Die Zahlen sprechen für sich. Facebook ist eines der bekanntesten sozialen Netzwerke der Welt und soll mittlerweile 100 Milliarden Dollar wert sein. Moment mal, wenn es aber kostenlos ist, woher kommt dann dieses ganze Geld? Natürlich vom Verbraucher, für all die kleinen Features und kostenlose Dienste bezahlen wir mit unseren Daten, die wir meist ohne Bedenken auf verschiedensten Webseiten eintippen, sei es im Facebook, beim Spielen in einer Online-Spiel-Community oder beim Online-Dating auf Portalen wie z.B. First Affair ein. Dabei hinterlassen wir aber immer eine Datenspur, und genau diese wird dann zu Werbezwecken genutzt. Dieses Sammeln von persönlichen Daten, auch Data Harvesting genannt, wird vor allem durch Facebookprofile und Google Konten erleichtert. Auch die Cookies, kleine Textdateien, die Aufschluss über unsere Gewohnheiten und Vorlieben geben, werden gerne genutzt, um zielgerechte Werbeangebote an potenzielle Kunden zu versenden. Portofrei und natürlich maßgeschneidert. Gegen Cookies kann man sich glücklicherweise auch wehren. Es ist zu beachten, dass hier die Gefahr der Kaufsucht und hoher Verschuldungen vollkommen ignoriert wird. Ob dies ethisch vertretbar ist, bleibt offen, denn der Profit der einzelnen Unternehmen steht hier an erster Stelle, schließlich geben wir unsere Daten ganz freiwillig preis.

Die Werbeindustrie nutzt also ganz bewusst unsere Daten, um Aufschluss über unsere Kaufgewohnheiten zu erhalten und ein dementsprechendes Käuferprofil zu erstellen. Doch abgesehen von der oftmals lästigen Werbung kann es schlimmer kommen: beim Surfen im Internet hinterlassen wir einen digitalen Schatten. Dieser Schatten gibt Aufschluss über unsere Vorlieben, Gewohnheiten, Orte, die wir besucht haben, Personen, die wir kennen, Bücher, die wir lesen, Konzerte, auf denen wir teilnehmen, Schulen, Universitäten, die wir besucht haben, Unternehmen, in denen wir gearbeitet haben, wo wir unseren letzten Strandurlaub verbracht haben und vieles mehr. Eben alles, was wir der Welt zeigen möchten. Oder vielleicht auch nicht, denn das Internet vergisst nicht so schnell, viele Daten wirren jahrelang durch das Netz und könnten womöglich dazu führen, dass man seinen ersehnten Traumjob nicht bekommt, weil die Fotos vom Junggesellenabschied unserem potenziellen Chef wohl nicht besonders gefallen haben.

Doch warum verraten wir so viele Informationen über unser Privatleben? Oft fühlen wir uns einsam und der Kontakt, wenn auch virtuell mit vielen verschiedenen Menschen hilft uns, uns besser zu fühlen. Einige unserer Freunde oder Familienmitglieder leben weit entfernt und wir möchten mit ihnen unser Leben trotzdem zumindest virtuell teilen. Im Grunde ist dies eine gute Sache, man sollte sich aber immer darüber bewusst sein, dass das Leben in der realen Welt nicht zu ersetzen ist, denn welcher Computer kann schon den Augenblick ersetzen, in dem uns das erste Mal unser Traumprinz/Traumprinzessin angelächelt hat?

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