Wirtschaftswissenschaften Studium – Die Entscheidung

Irgendwann im Leben stellt man plötzlich fest: Huch, jetzt bist du 33.. ach ne, 34… 35 – verdammt! Selbstverständlich hast du einiges sowohl beruflich, als auch privat vorzuweisen, doch um sich schön auf den Lorbeeren auszuruhen, dafür reicht es noch nicht. Jetzt noch mal was ganz anderes machen kommt nicht in die Tüte, denn es ist ja eigentlich alles gut. Was passiert aber nun, wenn du mal älter bist, habe ich mich gefragt? Irgendwann (in ferner Zukunft), möchte man sich ja vielleicht auch mal aus dem operativen Geschäft zurückziehen und eher in beraterischen Positionen tätig sein. Wirst du dann deine ganze Erfahrung, die du als selbstständiger Unternehmer gemacht hast, überzeugend und gewinnbringend ans Volk bringen können? Zählen dann die vielen Jahre Know How, die du angesammelt hast? Meine bisherige Erfahrung sagt mir: Nein! In Deutschland brauchst du für alles eine nachgewiesene Qualifikation, ein Schein, einen Abschluss, eine Urkunde. Erst wenn du deine Visitenkarte ausdrücklich mit einem offiziellen Titel schmücken kannst, werden Sie dir deine Kompetenz auch abkaufen.

Na gut. Welche Möglichkeiten habe ich nun? Eine Ausbildung als Trainer? Kommt aus zwei Gründen nicht in Frage – erstens: es kollidiert zeitlich mit meiner jetzigen Tätigkeit, und zweitens: Die Preise für eine solche Ausbildung sind doch wirklich astronomisch. Zumal man als Trainer ja wirklich auch nur sehr begrenzt einsetzbar wäre. Bleibt noch ein Studium – möglichst in Teilzeit, dann kann man die Freiräume, die man sonst mit Fernsehen und unnützen Dingen verbracht hat, doch dann sinnvoll ausfüllen.

OK, ein Studium soll es also sein. Aber was? Beim Vergleichen mehrerer Studiengänge passte mir ein Studiengang perfekt ins Bild: WiWi, Wirtschaftswissenschaften. Da ist alles drin, was man für die Zukunft brauchen kann. In Teilzeit per Fernstudium an mehreren Unis studierbar – perfekt! Ich verglich also mehrere Fernuniversitäten und stellte dabei schnell ernüchtert fest – ein Studium an einer privaten Einrichtung kommt finanziell nicht in Frage. Um die 13.000€ sollte da die Ausbildung im Schnitt kosten – bis zum Bachelor. Wenn du dich aber einmal auf gewissen Webseiten herumtreibst und du dort Informationen anforderst, wirst du danach tagelang mit zentimeterdicken Umschlägen bombardiert, dass der Postbote seine wahre Freude an dir hat. Mit weniger Papier, wäre das Studium dort sicher wesentlich günstiger. So kostete meine Recherche sicherlich den einen oder anderen Quadratmeter Urwald.

Glücklicherweise haben wir in Deutschland eine staatliche Universität, die diesen Studiengang ebenfalls anbietet – die Fernuni in Hagen. Für einen Bruchteil der Kosten einer privaten Uni kann man dort in 9 Semestern (Teilzeit) zum „Bachelor of Science Wirtschaftswissenschaften“ heranreifen. Die Entscheidung fiel um die Jahreswende. Die Einschreibeprozedur ging ziemlich leicht (ein paar Seiten Formular mussten ausgefüllt werden) und bereits ein paar Tage darauf bekam ich Post mit meinen Studentenunterlagen, wie Ausweis, Matrikelnummer, Zugangsdaten zum Hochschulnetzwerk usw. Nun war ich also wieder mal Student in Spe (offizieller Beginn ist der 1.4.2015).

Im nächsten Beitrag geht es um die ersten Tage als angehender Student und um den Mathe Vorbereitungskurs…

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