Wirtschaftswissenschaften Studium – Es wird verdammt ernst

Mein letzter Beitrag ist ja nun schon wieder eine Weile her und es ist so einiges passiert…

Ich hatte ja beim letzten Mal meine erste Einsendearbeit zum Brückenkurs Mathe eingeschickt. Das Ergebnis habe ich heute per Post bekommen – 84 / 100 Punkten erreicht. In einer Klausur wäre das bestanden, aber so richtig zufrieden bin ich nicht. Zumal auch die Fehler nicht durch Lösungshinweise ergänzt wurden. Da stellt sich mir die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, die restlichen Arbeiten noch einzusenden.

Vor ein paar Tagen kam ein Paket an – 15cm dicker Lesestoff! Darin enthalten die 4 Kurse (2 Module), die ich bestellt hatte:
– Einführung in die Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft
– Wirtschaftsmathematik (Lineare Algebra und Statistik)

Dazu gab es eine CD. Der Inhalt ernüchterte allerdings etwas (erhoffte ich mir doch einige multimediale Lernhilfen, Präsentationen, Videos, Software), denn die CD enthielt lediglich das Statistik -Skript in Form von zusätzlichen PDF Dateien. Nun gut, kann ich mir zumindest aufs iPad ziehen und unterwegs lernen. Das hätte man aber auch übers Internet anbieten können, anstatt eine teure CD samt Hülle zu verschicken.

Dienstag Abend um 18:00Uhr fand auf dem Campus der Fernuni in Hagen die Einführungsveranstaltung für das Sommersemester 2015 statt. Die Veranstaltung war gut besucht, aber nicht übervoll. Vertreter der Fachschaften und der Studienzentren stellten sich vor und gaben nützliche Tipps, wo man wie welche Infos und Lernangebote finden kann. Nach einem allgemeinen Teil und einer Pause (mit Getränken, Keksen und Schokolade – danke AStA), wurden Gruppen gebildet und die WiWis – wir sind nun mal die größte Gruppe – traf sich wieder im großen Saal, wie zuvor. Ein Mitarbeiter vom Prüfungsamt hielt dort eine Rede, die auf mich etwas einschüchternd und demotivierend wirkte. Beispielsweise zeigte er die Bestehensquoten der letzten Erstsemester -Klausuren… BWL hatte 40% Durchfallquote! Insgesamt lag diese zwischen 25-40% über alle Klausuren, erschreckend! Ebenso kamen wir noch auf das Thema „Workload“. Pro Modul sollen 10 Stunden pro Woche investiert werden. Bei 2 Modulen macht das – (das kann selbst ich noch rechnen) 20 Stunden!!! Pro Woche!!! 9 Semester!!! Man sprach von 5400h für den Bachelor. Das nenne ich mal ein Pfund, oder ein Wort zum Sonntag…

Ich habe mir also gedacht – fängst du mal mit dem „leichtesten“ Thema an (BWL), dann hast du schnelle Lernerfolge und kannst dich dann so motiviert an dein Leidthema Mathe heran machen. Die ersten Seiten im Skript waren dann auch tatsächlich noch ganz informativ und teilweise sogar kurzweilig geschrieben, aber nach weiteren Seiten schwirrte mir der Kopf und ein Fremdwort jagte das nächste. Diese sehr abstrakte Art und Weise des Skripts, was mit möglichst wenig Beispielen auszukommen versucht, stellte sich als echte Herausforderung dar. Im nächsten Kramladen kaufte ich mir erstmal eine Packung Textmarker, damit ich mir wichtige Passagen gleich markieren kann, um beim 2. Durcharbeiten nicht mehr jeden Satz lesen zu müssen – Zeitmanagement ist alles! Es stellte sich mir die Frage, wie tief ich diesen Stoff lernen muss. Geht es ums Verstehen, oder muss ich Dinge komplett auswendig wissen? Ein Blick in alte Klausuren zeigte mir – letzteres ist der Fall… Au weia.

Da ich gern Abwechslung bevorzuge, wo es eben geht, nahm ich mir nebenbei noch das Statistikskript vor. Was sagte der Herr vom Prüfungsausschuß am Dienstag: Wenn du das schaffst, schaffst du auch alles andere (war wohl auf weitere Statistikinhalte bezogen, oder?). Ich stellte jedoch fest, dass dieses Angstfach vieler Studenten eigentlich ganz einleuchtend und vor Allem gut geschrieben war! Überall Beispiele, so dass man gleich einen praktischen Bezug hat. So liebe ich das.

Heute ist mir ein Buch aus meinem ersten (IT) Studium in die Hände gefallen:

Dieses Buch habe ich damals noch in DM bezahlt (39,00DM). Beim reinlesen merke ich – hey, das ist ja wirklich gut und passt super zu BWL!

Ebenfalls habe ich mir dieses hier besorgt:

Mal sehen, ob mich das weiterbringt. Ich habe überlegt, mir LaTeX zu installieren, um mir eigene Zusammenschriften der einzelnen Kurse zu machen, zum späteren Lernen und Wiederholen. Schaden kann es sicherlich nicht. Über Facebook kündigt sich die Gründung einer Lerngruppe in der Nähe an – sehr sinnvoll und mit Sicherheit gut für die Motivation.

Mal sehen, was es beim nächsten Mal zu berichten gibt. Am 1.4. geht es „offiziell“ los und ab da gibt es auch die ersten echten Einsendearbeiten. Bin mal gespannt. Die sind ja Voraussetzung für die Anmeldung zu den Klausuren… die Termine stehen ebenfalls schon fest! Argh…

Ich freue mich wie immer über Kommentare jeder Art!

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