Wimbledon – Tradition, Mythos und Spektakel

Wir nähern uns bereits dem Finalwochenende des wohl berühmtesten Tennis Turniers der Welt auf dem wohl heiligsten und best gepflegtesten Rasen der Welt. Auf dem Centre Court des altehrwürdigen All England Lawn Tennis and Croquet Clubs wurde schon so einige Schlachten geschlagen und Stars geboren. Aus deutscher Sicht ist hier wohl allen voran der völlig überraschende Sieg des damals 17-jährigen und noch völlig unbekannten Boris Becker vor genau 30 Jahren zu nennen. Über Nacht war der unbekümmerte Rotschopf in aller Munde und löste einen Tennis Boom in Deutschland aus.


Quelle: http://the-tennis-freaks.com/wp-content/uploads/2011/06/Boris-Becker.jpg

Einer der Mythen von Wimbledon ist natürlich der Rasen, der absolut gleichmäßig auf exakt 8mm getrimmt ist. Man kann sich vorstellen wie aufwendig es ist, eine heftig bespielte und benutzte Rasenfläche im Sommer zu pflegen. Hier wird eine ganze Armada an Experten bemüht, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Wir reden hier ja auch nicht von irgendeinem Vorgarten.

Genauso sagenumwoben wie der Rasen sind aber auch die Erdbeeren, die hier traditionell aufgetischt und verspeist werden. Auch hier wird nichts dem Zufall überlassen, Gewicht und Größe müssen strengste Auflagen erfüllen, um es bis auf den Tisch zu schaffen.

Und ein Sportereignis in England wäre kein wirkliches Ereignis, wenn nicht auch gewettet werden würde, dass sich die Balken biegen. Novak Djokovic und Serena Williams heißen die diesjährigen Favoriten auf den Titel und sind auch beide noch im Rennen. Reich wird man allerdings nicht, wenn man auf diese beiden setzt. Wenn man ordentlich Gewinn machen will, muss man schon etwas mehr Risiko eingehen. Bei einer Wette auf den krassen Außenseiter Vasek Pospisil aus Kanada als Wimbledon Sieger 2015, geht man derzeit mit dem 9-fachen seines Einsatzes nach Hause. Finde hier die besten Wettchancen und Boni online.

Nicht wetten muss man hingegen auf die Farbe der Kleidung der Spieler. 90% der Kleidung muss weiß sein, ansonsten droht die Disqualifikation. Das ist so und das wird wohl auch immer so bleiben. Während vielen Spielern die Farbe ihrer Kleidung egal sein mag, so trieb es doch schon einige Exoten in den Wahnsinn. Andre Agassi, der in seinen jungen Jahren bekannt für seinen schrillen Outfits war, verzichtete sogar drei Jahre lang auf die Teilnahme in Wimbledon, weil er sich weigerte, sich komplett in weiß einzukleiden. Später gab er aber doch noch nach und gewann das Turnier dann auch ganz in weiß im Jahr 1992.

Eine weitere Tradition, mit der wirklich nur in allergrößter Not gebrochen wird, ist der heilige, spielfreie Sonntag am Ende der ersten Turnierwoche. In Wimbledon wird einfach einiges anders gemacht. So heißen die Wettbewerbe hier auch nicht „Men’s Singles“ und „Women’s Singles“, sondern „Gentlemen’s Singles“ und „Ladies’ Singles“. Bemerkenswert ist auch, dass man in Wimbledon die Setzliste, die sich bei den anderen großen Turnieren immer strikt nach der aktuellen Weltrangliste richtet, eher nach eigenem Ermessen erstellt und die Weltrangliste hier höchstens als Orientierung dient.

Und auch wenn man bei der ein oder anderen Sache die Augen verdrehen mag, all diese Dinge machen Wimbledon zu etwas Besonderem und wenn man die Tennisprofis fragt, welches das wichtigste Turnier der Welt ist, wird ein Großteil von ihnen Wimbledon sagen.

 

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