Stirbt der Kiosk aus?

Als Kinder war der Kiosk in der Siedlung mit seinen Süßigkeiten, Zeitschriften und Krimskrams nicht wegzudenken. Sobald es Taschengeld gab ging es ab zum Kiosk, Büdchen, Trinkhalle oder wie man  sie sonst noch so nannte. Wassereis für 10 Pfennige, eine gemischte Tüte zu 1 Mark (ohne Lakritz 😉 ), oder gar ein YPS Heft für 3,50Mark – mit der Kurbel-Spaghettigabel oder den Urzeitkrebsen aus der Tüte… Entweder man kaufte die Dinge durch ein Fenster an der Straße, oder in manche konnte man sogar hineingehen. Dann wurde man bem blättern in den Mickey Maus Heften ausgeschimpft, weil man sie doch auch noch kaufen sollte. Sonntags Morgens gab es frische Brötchen und für das Restgeld etwas Süßes. Im Sommer wurde regelmäßig Eis gekauft: Ed van Schleck, Capri, Domino, Nogger Choc, Twister,… und wie sie alle hießen.

Auf dem Weg von der Schule wurde das restliche Taschengeld (oder das zweite Taschengeld von Oma und Opa) mal eben in Panini Sammelbilder investiert – 40 Pfennige pro Tüte, Fußballbilder, HeMan, oder was sonst grade „in“ war. Kennt ihr noch diese glibberigen Monsterweingummis, oder diese Zauberkaugummis, die beim lutschen die Farbe wechselten? Man hatte oft mehr Farbe an den Fingern als im Mund…

Wo sind heutzutage diese Mini -Lädchen? Warum zahlen wir unseren Kindern überhaupt noch Taschengeld? Damit sie ihre Prepaid -Handys aufladen können? Per SMS irgendwelche Klingeltöne bestellen? Sammelbilder gibt es heute nur noch als Zugabe beim Einkauf an der Supermarktkasse und Süßigkeiten zu 100g verpackt in Plastiktüten. Wassereis müssen wir selber einfrieren und für eine Familienrunde Eis am Stiel kann man bald essen gehen!

Schade, Kiosk wir vermissen dich!

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