Autofahrer fordern: Aufenthaltsverbot auf Autobahnbrücken!

Wieder ein Anschlag von einer Autobahnbrücke:

Bei Homburg wirft ein Unbekannter einen Lehmklumpen von einer Fußgängerbrücke auf die A5 und trifft einen Kleinwagen. Der Beifahrer muss schwer verletzt ins Krankenhaus.

Immer wieder hört man von solchen Vorfällen. Was die Täter zu einer solchen Handlungen treibt, darüber kann man nur spekulieren.

Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, kann da schon mal ein mulmiges Gefühl bekommen, wenn auf einer Autobahnbrücke mal wieder mehrere Personen stehen und winken. Mal sehen, wann der erste Unfall passiert, weil ein Fahrer aus Panik eine Vollbremsung hinlegt. Ich fordere daher ein Aufenthaltsverbot auf Brücken, die über eine Autobahn oder Schnellstraße führen. Das Passieren kann ja weiterhin möglich sein, aber ein Aufenthalt sollte verboten werden. Sicherlich könnte man auch durch Zäune ein Herabwerfen von größeren Gegenständen verhindern, oder größere Brücken per Kamera überwachen, doch bei der großen Anzahl der Brücken, würde dies sicherlich sehr teuer werden.

Wie könnte man ein solches Verbot gesetzlich argumentieren? Welche Alternativen gäbe es?

Ich würde mich über eure Kommentare freuen.

Grüße, Dennis

Hier die Meldung von N-TV.

Busunglück in Radevormwald

Um 12Uhr gab es heute am 22.9.09 einen schweren Busunfall mit einem Linienbus. Der Bus stürzte dabei eine Böschung an der Wupper hinunter. Dabei wurde viele der 15-18 Insassen verletzt oder sogar getötet. Zur Zeit geht man von 3 Todesopfern aus. Die Bergungsarbeiten halten zur Stunde gerade noch an. Ich werde hier über alle Neuigkeiten berichten!

Falls ihr schon mehr wissen solltet: Schickt mir ein Kommentar!

UPDATEs:

– 14:07Uhr: Es wird noch nach Personen gesucht, die unter dem Bus begraben sein sollen.

– Die Zahl der Todesopfer wird auf nunmehr 5 Personen korrigiert. Unter den Opfern war auch der Fahrer.

Weitere Berichte:

Focus

Explosion bei Bayer Schering AG

Es ist Samstag, der 5. September 2009 – etwa 19:25Uhr, als 3 Explosionen im Umkreis von mehreren Kilometern vom Betriebsgelände der Bayer -Schering AG in Bergkamen wahrzunehmen sind. Alle Anwohner werden kurz daraufhin über Lautsprecher gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten und die Häuser nicht zu verlassen.

20:35Uhr explodieren durch die Hitze weitere Gasflaschen.

Video von einem Webseitenbesucher

Noch eins!

Ich befinde mich direkt in der „Einflugschneise“ einer Rauchgaswolke, die nur wenige Meter an meinem Wohnzimmerfenster vorbeifliegt.

Gespannt erwarte ich nun die neusten Meldungen in den Medien. Ich halte euch auf dem Laufenden.

UPDATESTAND:

(21:05Uhr): dennisdeutschmann.de wird als erste Webseite bei Eingabe entsprechender Suchbegriffe bei Google gelistet

(21:14Uhr):  Die Polizei fährt nun auch weitere Gebiete in Bergkamen ab und warnt die Bevölkerung mit Lautsprecher -Durchsagen, die Türen und Fenster geschlossen zu halten.

(21:22Uhr): Per Kommentar erreicht mich folgende Meldung:

„Laut Werksmitarbeiter gab es wohl eine oder mehrere Verpuffungen im Verbrennungswerk und nachträglich ging wohl noch mindestens ein umliegendes Gebäude hoch. Über Verletzte wird noch spekuliert.

(21:35Uhr): dennisdeutschmann.de informiert die dpa von dem Vorfall!

(21:41Uhr): Laut Kommentar, sei die Gefahr nun gebannt, aber zur Vorsicht sollten weiterhin noch die Türen und Fenster geschlossen bleiben.

(22:00Uhr): Laut Antenne Unna gab es 5 Verletzte!

(22:05Uhr): Bei einer größeren Feierlichkeit in der Nähe des Scheringgeländes kann man noch Musik hören – scheinbar hat die Polizei die dortigen Feiergäste noch nicht informiert.

(22:06Uhr): Laut weiteren Medienberichten explodierte ein Aluminiumalkyl-Transportbehälter in der Sondermüll -Verbrennungsanlage. 5 Mitarbeiter erlitten einen Schock und werden behandelt. Im späteren Verlauf explodierten wohl noch mehrere Gasflaschen.
Gegen 21:25Uhr sind wohl die Straßensperren rund um das Gelände wieder aufgehoben worden.

(22:28Uhr): Es sind weiterhin noch Sirenen zu hören! Kurz darauf erreicht mich ein erstes Video (siehe oben und hier) und dann noch ein weiteres.

(22:30Uhr): Weitere Blogs und Medien berichten…

(22:55Uhr): Nach einem Anruf bei n.tv berichtet der Sender in einer Kurzmeldung im Ticker

(23:03Uhr): Antenne Unna berichtet in den Nachrichten. Angeblich sind die Flammen gelöscht – 5 Verletzte mit Schock werden bestätigt!

Sonntagabend mit Karacho in die Notfallambulanz!

Laut Statistik passieren die meisten Unfälle ja bekanntlich im Haushalt. Wir haben soeben bestätigt, dass diese Statistik tatsächlich stimmt. Aber erstmal von vorn:

Ich sitze gemütlich auf der Couch an meinem Netbook und spiele ein wenig an diesem Blog herum. Dann plötzlich ein komisches Geräusch, gefolgt von einem lauten „Aaahhh – Hilfeee!“ aus der Küche. Ich stürme dem Geschrei entgegen. Meine Frau steht an der Spüle, die Hand von Blut überströmt. Vor ihr liegt ein zerborstenes Senfglas. Dieses war beim Versuch es zu öffnen einfach zersprungen. In der klaffenden Wunde konnte man etwas helles sehen – „ist das mein Knochen?“ fragte meine Frau… „Nein, Quatsch!“ versuchte ich zu beruhigen. Gleichzeitig dachte ich mir: „Mist, bis auf den Knochen geschnitten…“ Ich griff in unseren Notfallschrank und sah als Erstes die Pflasterstreifen. Ich klebte ein ca. 5cm breites Stück auf die Schnittwunde. Innerhalb von 5 Sekunden verfärbte es sich rot. OK, egal. Hauptsache steril. Schnell noch ein paar Lagen Küchenpapier drüber und schön drücken lassen.

Zum Glück haben wir Freunde in der Nachbarschaft, die schnell rüberkommen konnten, damit unsere Kinder nicht allein bleiben müssen. Mit etwas erhöhter Geschwindigkeit fuhren wir zum nächsten Krankenhaus. Etwa 5 Minuten später trafen wir in der Ambulanz ein. Glücklicherweise war nichts los und so kamen wir sofort dran.

Die diensthabende Ärztin schaute sich die Wunde an und fragte als erstes: „Warum haben sie denn den Ehering nicht abgemacht?“ – als ob man daran als erstes denkt, wenn man sich so in den Finger säbelt… Sie klebte dann den Hautlappen mit mehreren kleinen Pflasterstreifen stramm wieder an und über den Finger kam noch ein dicker Verband. Fertig. An der Pforte mussten wir noch die 10€ Praxisgebühr bezahlen. Die gesamte Aktion dauerte nicht mehr als 30 Minuten. Das helle in der Wunde war übrigens das Fettgewebe – nicht der Knochen.

Der Finger darf nun mindestens 24h überhaupt nicht belastet werden, damit der Hautlappen wieder anwächst.

Ach ja: Der Senf aus dem zersprungenen Senfglas sollte eigentlich auf ein selbstgebackenes, leckeres Vollkornbrötchen mit Ei. Dieses musste wegen der Scherbensplitter leider entsorgt werden.

Grüße, Dennis

Unfallfolgen, Kosten und Vorteile – ein Privatpatient packt aus

Da ich heute wohl nicht persönlich posten kann, weil ich heute um 12:30Uhr operiert werde, habe ich diesen Post schon gestern geschrieben – die Technik machts möglich – und heute durch die Blog -Software veröffentlichen lassen! Ich habe gedacht, ich erzähle euch da draußen einfach mal, was es so kostet, wenn ihr euch was brecht, einen Unfall habt, oder einfach nur zum Arzt geht und ihm die Hand schüttelt. Ich erfahre die Arztkosten, da ich als Privatpatient die Rechnungen nach Hause geschickt bekomme und diese vorlegen muss. Da kann bei einer kleinen Erkältung schonmal ein ganz schöner Batzen bei rumkommen.

Bevor ihr weiterlest, noch ein Wort, warum ich Privatpatient bin: Ich habe mich als Selbstständiger nur privat Versichert, weil es für mich extrem günstiger ist. In der gesetzlichen Krankenversicherung müsste ich fast das Doppelte zahlen (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil), also etwa 500€ im Monat! Damals waren mir die Vorteile eines Privatversicherten noch nicht bewusst.

Wenn ich zum Arzt gehe und mir ein Rezept für Medikamente hole, ohne Untersuchung, nur Hand geben, bekomme ich später eine Rechnung um die 25-35Euro. Mit dem Rezept zahle ich für die Medikamente, die ich leider regelmäßig nehmen muss, etwa 45€ für ca. 2 Monate. Gehe ich aber nun zum Arzt, weil ich wirklich etwas habe und der Arzt mich behandeln muss, kommen ganz schnell mal dreistellige Summen dabei heraus. Das ist erstmal OK, wenn man bedenkt, dass der Arzt jahrelang studiert hat und dann noch sein Personal und seine Umkosten bezahlen muss. Was mich aber verwundert – als Privatpatient ist die Untersuchung nie einfach oder normal. Auch wenn der Ohrenarzt nur einmal in jedes Ohr gesehen hat, steht hinterher auf der Rechung etwas wie „mikroskopische Untersuchung des Gehörganges in einem besonders schweren Fall“. Ebenso beim Zahnarzt. Da wird aus einer normalen Füllung gleich ein ganzer Roman an Schwierigkeiten und Problemen, die natürlich extra Geld kosten – klar.

Nun noch ein Beispiel für überzogene Kosten: Neulich hatte ich mir ja die Schulter ausgekugelt – weshalb ich ja auch heute im OP bin. Man bekommt im Krankenhaus einen speziellen Verband, der den Arm am Bauch fixiert. Das Ding besteht zum Großteil aus Synthetikgewebe und Baumwolle – teilweise mit Wattefüllung – und Klettverschlüssen. Heute flattert mir die Rechnung ins Haus: 119,00€ kostet das Teil! Wow, ich glaub ich sattel um und nähe demnächst Verbände. Wenn man bedenkt, dass ich erst heute einen vollwertigen PC für 195€ gekauft habe…

Neulich war ich mit meiner Schulter zum MRT. Die Rechnung war beinahe eher bei mir Zuhause, als ich selbst. Etwa 450€ darf ich für diese Untersuchung bezahlen. Diese Kosten finde ich aber noch eher gerechtfertigt, als 119€ für einen Verband zu berechnen. Die Geräte fürs MRT kosten sicherlich ne Stange Geld und das Personal dort schien mir auch kompetent zu sein. Zudem gab es ein extra tollen Wartezimmer für Privatpatienten.

Seit ich dies alles weiß, ist mir auch klar, warum es in Deutschland eine klare Zweiklassengesellschaft im Gesundheitswesen gibt. Klar ist ein Arzt froh, wenn ich zu ihm komme – kann er doch teilweise bis zu 3,5 x mehr Geld bekommen (besondere Ärzte noch viel mehr) als von einem Kassenpatienten. Dazu kommt – wenn ein Kassenpatient mehrfach in einem Quartal zum Arzt geht, bekommt dieser aber nur einmal Geld. Dazu verbraucht jeder Kassenpatient das Heilmittelkontingent des Arztes. Wenn er Pech hat, muss er für gebrauchtes Material später selbst aufkommen, wenn er besonders fleißig war.

Beispiel, wann man als Privatpatient Vorteile hat:
Ich rufe mit Rückenschmerzen beim Arzt, einem Orthopäden, an. Ich erkläre meine missliche Lage und erbitte einen schnellen Termin, um wieder arbeiten zu können. Am Telefon ist lautes Blättern zu hören. Dann ertönt ein „hmmm…. passt ihnen Freitag in 2 Wochen?“ (Nun kommt der Moment, an dem schwache Nerven nicht weiterlesen sollten.) Erwähne ich nun, dass ich ja Privatpatient bin, passiert meistens dies: „Oh, ich sehe gerade, morgen früh ist doch noch ein Termin frei!“ oder noch besser: „warum sagen sie das denn nicht gleich!“ 
Dies ist bei mir nicht nur einmal vorgekommen, sondern immer wieder. Klar komme ich mir auch komisch dabei vor, aber in solchen Situationen… was will man machen.

Ich verbringe nun erstmal ein paar Tage im Krankenhaus – nicht auf der Privatstation, denn die sieht mein Vertrag nicht vor! Dafür war ich zu geizig. Der Aufpreis für einen Tag im privaten Doppelzimmer liegt übrigens bei 68€. Der einzige Vorteil für mich: Internet. Das wäre aber etwas zu viel des Guten, für den Preis 🙂

So, bin hoffentlich morgen wieder persönlich für euch da.
Grüße, Dennis

Von wegen, kleiner Eingriff….

Naja, aus dem „kleinen Eingriff“ wird dann wohl doch nichts. Nach meinem Sportunfall letzten Samstag, hatte ich mich schon auf eine kleine OP vorbereitet – ambulant, schön nach Hause danach, doch Pustekuchen…

Heute im Krankenhaus bei der Voruntersuchung durch dem Chefarzt „Dr. Metzner“ erfuhr ich, dass man höchstwahrscheinlich meine Schulter ganz öffnen müssen. Dies ist mit einem Krankenhausaufenthalt von ca. 4 Tagen verbunden und bedeutet einen Arbeitsausfall von ca. 4-6 Wochen.

Was für einen Angestellten wie Weihnachten und Ostern an einem Tag klingt, ist für einen Selbstständigen existenzbedrohend. 4 Wochen kein Auto fahren zu dürfen, bedeutet 4 Wochen kein Geld verdienen. Nach so langer Arbeitsunfähigkeit springen auch Kunden ab.

Wir werden mal sehen, in wiefern man da eine Lösung finden kann. Am Donnerstag, den 9.10.08 geht es los.
Etwas bedrückt, Dennis

Inlinern – wie man es nicht machen sollte

Da wollte ich mal wieder die Inliner anziehen und die letzten Sonnenstrahlen genießen, und dann sowas… Unterwegs mit Sascha, der auf seinen eigenen Füßen – joggend – unterwegs war, ging es bei uns einen recht beachtlichen Berg hinunter. Natürlich habe ich für diese kleine Spatzierfahrt meine Protektoren Zuhause gelassen. Um nicht zu schnell zu werden, bremste ich zwischendurch immer mal wieder ab. Fast unten angekommen bremste ich wohl etwas zu fest und die Massenträgheit sorgte für den Rest: Ein toller Hechtsprung (5,8 in der B-Note) auf meine Hände. Zum Glück hatte ich wenigstens Handschuhe an. Ich hörte ein ekliges KNACK Geräusch und wusste – oh man, gleich kommt der Schmerz. Adrenalin sei dank dauerte dies noch ein wenig.

Schnell war klar, dass ich mir die rechte Schulter ausgekugelt hatte. Wo sonst die Schulter war, fühlte man nur noch ein Loch. Nach kurzem und nicht geglücktem Versuch aufzustehen, rief Sascha den Krankenwagen an. Bereits wenige Minuten später bog dieser in die Straße ein. Leider ließ nun langsam die Wirkung des Adrenalins nach und der Schmerz kam. Ein leichtes Kribbeln setzte ebenfalls ein, denn die Schulter drückte wohl auf den Armnerv.

Sitzend fuhr mich der Krankenwagen dann ins nächste Krankenhaus. In der Notaufnahme war gerade Rushhour. Dennoch gab man der Schulter erste Priorität – wegen dem eingeklemmten Nerv. Ein erstes Röntgenbild zeigte deutlich und auch für Laien ersichtlich: hier ist nichts mehr da, wo es hingehört. Der Arzt klärte mich über die weitere Vorgehensweise auf. Zunächst gab er mir in meinen frisch gelegten Zugang ein Mittel gegen Übelkeit und darauf ein starkes Schmerzmittel (ein Opiat) zum Einrenken. Man setzte mich auf einen Stuhl – mit dem Arm über die Lehne. Dann renkte mich der Arzt ein. Ich war zu diesem Zeitpunkt so besäuselt, als hätte man mir eine Flasche Korn injeziert. Zum Glück ging alles gut und ich musste nicht in Narkose gelegt werden.

 

Bei der Kontrolle unterm Röntgengerät, sah alles wieder gut aus. Nach etwa einer halben Stunde durfte ich das Krankenhaus mit fixiertem Arm wieder verlassen. In 3 Tagen muss ich in die Röhre. Dort sieht man, ob ich noch eine Endoskopische Behandlung benötige. Hoffentlich nicht.

Bis bald, Dennis