4 Tage Kurztrip Berlin – Erfahrungsbericht, Tipps, Do´s and Don´ts

Es war wirklich eine tolle Überraschung, als ich zum Geburtstag einen 4-Tages Trip OHNE KINDER nach Berlin von meiner Frau geschenkt bekam. Ein Termin war schnell gefunden (in den Herbstferien, dann könnte der Nachwuchs bei Oma und Opa unterkommen).

Gebucht waren 4 Nächte in einem Hotelzimmer -Turm. In einem Was? Ja, in einem kleinen Turm, der unser Hotelzimmer sein sollte. Gut, dachte ich mir, mal was Anderes.

Hotel Turm

Da der Urlaub ja bereits mit der Fahrt dorthin beginnt, wollten wir gern entspannt mit dem Zug anreisen. Leider waren die so oft beworbenen günstigen Plätze alle nur nachts verfügbar und die Züge am Tag so unverschämt teuer, dass wir uns dann doch entschlossen hatten, mit dem Auto zu fahren. Immerhin bot unser Hotel einen kostenlosen Stellplatz für das Auto an und ich hatte nicht vor, innerhalb Berlins per PKW herumzureisen.

Tag 1 – Anreise und Alexanderplatz

Mittwoch morgens ging es dann also los. Die Autobahn A2 war größtenteils frei, so dass wir 5 Stunden später dann auch relativ entspannt am Hotel / Hostel „Holi-Berlin“ eintrafen. 15Uhr checkten wir in unseren „Turm“ ein. Der „Turm“ entpuppte sich als Türmchen. Mit einem Durchmesser von ca. 3 Metern beinhaltete der Turm unten ein kleines Bad mit Toilette und Dusche und einem Waschbecken. Die mittlere und obere Etage waren mit je einem Bett in halbrund belegt. Jedes Bett kann zu zweit „beschlafen“ werden, wenn man es sehr kuschelig mag. Möchte man sich nachts jedoch auch mal drehen, schläft man lieber einzeln. Bettwäsche und Handtücher gab es bereits inclusive. Das Ganze hatte ein bisschen was von… waren Sie schon einmal segeln? Auf einem kleinen Segelboot hat es ähnliche Platzverhältnisse, wie in diesem Turm. Ich sag mal so: Wer Luxus erwartet ist hier falsch. Wer aber nur eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, sollte diese Möglichkeit mal checken.

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Schon im Hotel kauften wir uns an der Rezeption die „Berlin Welcome Card“ – eine All In One Karte für alle U- / S- Bahnen und Busse im Berliner Stadtgebiet. Für die 32€ irgendwas konnten wir 4 Tage lang in alles bedenkenlos einsteigen, was auf Schienen fuhr, oder eben ein Bus war. Klasse. Dazu bekommt man noch jede Menge Vergünstigungen auf sehr viele Attraktionen, von denen man als Tourist so oder so einiges in Anspruch nehmen wird.

–> Reiseführer Berlin – von Marco Polo <–

Knapp 10 Minuten zu Fuß dauerte unser Weg zur nächsten großen S-Bahn Station „Lichtenberg“. Von dort aus kommt man innerhalb weniger Minuten zu allen Hotspots der Stadt, zum Beispiel zum Alexanderplatz, an den uns auch unser erster Weg führte. Wir hatten für den Anreisetag keinerlei festes Programm mehr geplant und wollten einfach nur mal so rumschauen. Der erste Blick galt natürlich dem großen Fernsehturm, der an diesem Abend leider etwas in den Wolken versteckt hing, aber für ein paar erste Fotos war das schon ok. Wir liefen ein wenig ziellos herum, schauten hier und da – die Geschäfte waren ja noch offen, setzten uns in eine Bar und gönnten uns eine Pizza in einem italienischen Bistro direkt am Alexanderplatz. Da wir ziemlich KO waren, entschlossen wir uns, im Anschluss daran noch ins Kino zu gehen, welches direkt um die Ecke lag. Nach dem Kino ging es dann mit der Bahn zurück ins Hotel.

Alexanderplatz

Tag 2: Stadtrundfahrt, Hop on, Hop off

Nach einem guten Frühstück im Hostel machten wir uns frisch ausgeruht auf den Weg zur S-Bahn. Zunächst aber noch ein paar Worte zum Frühstück im Holi-Berlin:

Alles in Allem ist das Frühstück wirklich gut. Es gibt mehrere Sorten kleine Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade, Müsli, Obstsalat, Bacon, Rührei und kleine Pfannkuchen. Der Knackpunkt – es war offensichtlich zu wenig Personal da, um alle anstehenden Aufgaben zu erledigen. Anscheinend musste sich das Mädel, was dort arbeitete, sowohl um die Rezeption, als auch im die Frühstücksgäste (Kaffee bringen, Teller abräumen, neu eindecken) und auch um das Frühstücksbuffet kümmern. Da blieb es natürlich nicht aus, dass es etwas länger dauerte, bis man Kaffee bekam, oder der Bacon war halt leer, oder ähnelte eher einem trockenen Beef Jerky. Da war auch schon mal das Besteck alle und man aß das Müsli eben mit der Gabel – wir gehören nicht zu den Motztouris, die sich wegen so etwas beschweren oder aufregen. Das Mädel hat sich zumindest redlich bemüht und war sehr nett. Am nächsten Tag (andere Belegschaft) war der Bacon wirklich super, aber das Rührei war… knusprig – wenn ihr versteht was ich meine. Immerhin nehmen sie dort anscheinend echte Eier und keine Tetrapack Vollei Ware… Versteht mich hier nicht falsch: Wir sind immer satt geworden, hatten einen Kaffee und es war jemand da, wenn man Fragen hatte. Nun weiter im Text…

Für den zweiten Tag hatten wir eine Stadtrundfahrt geplant. Es gibt mehrere Anbieter mit unterschiedlichen Routen und man sollte sich vorher erkundigen, welche man gerne buchen möchte. Wir entschieden uns für die „Gelbe Route“. Die Tickets kauften wir im Park Inn Hotel am Alexanderplatz, wo auch gleich die erste Haltestelle lag. Es gab 25% Rabatt auf die Tagestour, weil wir ja die Welcome Berlin Tickets hatten. Das Prinzip dieser Tour ist in fast jeder großen Stadt identisch: Die Busse fahren eine feste Route und halten an den wichtigsten Punkten an. Dort kann man dann bei Interesse aussteigen und bei Bedarf in einen der nächsten Busse wieder einsteigen. Die Busse fahren im 10-15 Minuten Takt, bis etwa 18:00Uhr. Im Bus gibt es über Kopfhöhrer Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten. Etwas schade, dass man die Erklärungen nicht zu Ende hören kann, wenn man an einem bestimmten Ort aussteigen möchte. Als Tipp: Zunächst eine komplette Runde (etwa 2 Stunden) mit dem Bus fahren und sich dann die relevanten Punkte raussuchen, wo man danach jeweils aussteigen möchte. So kennt man die Station und kann auch mal zu Fuß von einem zum anderen Haltepunkt laufen, ohne die Haltestelle suchen zu müssen.

Wir wanderten also einmal durch das Museumsviertel, durch das Brandenburger Tor (kleiner als gedacht!), kamen am Hotel Adlon vorbei, und verbrachten gefühlte Stunden im riesigen Hauptbahnhof, den man auch mal gesehen haben sollte. Der Bahnhof beinhaltet eine kleine Stadt und man findet dort jede Menge Geschäfte und Fressbuden aller Art. Hier stärkten wir uns und erledigten die „Bringt ihr mir das und das mit“ Aufträge.

Brandenburger Tor

Weiter ging es am Schloss Bellevue vorbei zur Siegessäule. Für 3€ kann man in der Siegessäule ganz nach oben LAUFEN. An alle, die nicht zumindest ein wenig fit sind, Probleme mit den Beinen, den Knien, mit Höhe oder Klaustrophobie haben: Vergesst es! Die ca. 1 Trilliarde Stufen werden nach oben immer enger und wenn man pausiert, hält man den ganzen Verkehr hinter einem, oder den Gegenverkehr von oben auf. Oben knubbeln sich die Leute, aber die Aussicht ist wirklich schön. Hier ist man der deutschen Geschichte sehr nah. Überall kann man noch die Einschusslöcher im Metall sehen, die der 2. Weltkrieg hier hinterlassen hat – hier und da ein schon ziemlich bedrückendes Gefühl. Unten in der Siegessäule ist ein kleines Museum mit Infos zur Säule und vielen anderen Gebäuden.

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Nach dem anstrengenden Aufstieg wollten unsere Beine gern ein wenig ausruhen. Es ging also wieder in den gelben Bus. Diesmal blieben wir sitzen, bis wir zum Kurfürstendamm kamen. Dieser Programmpunkt stand zwar erst für den Freitag auf unserem Programm, aber wir wollten doch zumindest mal einen Blick riskieren. Mit dem festen Vorsatz ein T-Shirt dort zu erwerben, gingen wir ins Hard Rock Cafe Berlin. Nach kurzem Preis -Check drehten wir dann jedoch um und verließen das Geschäft – ohne T-Shirt. Ich bin meinem Geld ja nicht böse…

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Langsam wurde es schon dunkel. Das Schloß Charlottenburg sahen wir leider nur noch von außen – dafür reichte unsere Zeit leider nicht aus. Die letzte Station des Tages hieß „Checkpoint Charlie“ – wieder so ein geschichtsträchtiger Ort mit seinen Mauer Überresten und Gedenkausstellungen. Die Dunkelheit trug außerdem noch ihren Teil zur Stimmung bei.

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Den Abschluss des Tages verbrachten wir in einer Cocktailparty mit „Happy Hour“ mit Cocktails für 5,50€, die auch jeden Euro wert waren.

Tag 3: KaDeWe, Burger und Knooooblauch!

Für diesen tag hatten wir uns das KaDeWe vorgenommen – ein Kaufhaus mit 6 Etagen, wo wirklich Jeder etwas nach seinem Geschmack finden wird. In der unteren Etage präsentieren sich die Edelboutiquen und Schmuckläden jenseits der Budgets normalsterblicher Menschen. Am Eingang der Rolex und Cartier Läden warten adrett gekleidete Kleiderschränke mit einem Blick wie „Du kommst hier nicht rein ohne eine Platin Kreditkarte“. Ein Blick in die Schaufenster ist jedoch erlaubt, doch die Preisschilder sagen: Geh schnell weiter!

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Als Tipp für das KaDeWe: in der 5. Etage, hinten rechts, gibt es eine „Wir packen deine Einkäufe in Geschenkpapier“ -Station. Dort kann man kostenlos nicht nur alles einpacken lassen, sondern auch Jacken und Taschen abgeben, um im Anschluss unbeschwerter zu bummeln.

Ein wenig Schlendern durch Bücher, Töpfe, Kunst und Klamotten später führte uns ein – zunächst leichtes – Magengrummeln in die 6. Etage – dem Feinkostparadies. Ist aber nicht die beste Idee, hier mit Hunger hinzukommen. Hier gibt es alles, was das Feinschmeckerherz begehren kann. Angefangen von Wurst und Käse, über Fisch, Kaviar, Süßigkeiten, bis hin zu einer gut sortierten Wein-, Sekt- und Spirituosenabteilung, kann man sich hier alles ansehen, was sich mit Geld kaufen lässt. Der immer größer werdende Appetit wuchs sich bei diesen Anreizen schnell zu einem immensen Hungergefühl aus. Die Preistafeln der Edel -Sushi und Kaviar-Muschel Stände trieben uns immer weiter im Kreis, bis wird dann an dem Burgerstand angelangten, der Burger ab 10€ (bis 30€) anpries. Die Burger erwiesen sich dann auch wirklich als jeden Euro wert. Das Fleisch war extrem gut und auch auf den Punkt wie gewünscht gebraten (medium). Für derartige Qualität zahlt man in einem guten Burgerladen mindestens genauso viel – ein echter Tipp also!

Nach dem ganzen Chi Chi und Bling Bling (irgendwann reicht es auch mal) verließen wir das KaDeWe. Der nächste Programmpunkt – das Sony Center. Das Gebäude ist eine echte Augenweide und man könnte dort ebenfalls gut essen, oder einen Kaffee trinken – wenn wir nicht noch so satt von dem Burger gewesen wären.

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Schon im Vorfeld unserer Reise folgten wir einem Tipp und reservierten einen Tisch im „Knofel“, dem Berliner Knoblauchrestaurant. Wir kamen etwas zu früh an, aber unser Tisch war schon frei. Ein Blick in die Karte sagt einem mit dem ersten Blick: Du wirst morgen die Knoblauchfahne deines Lebens haben. Getreu dem Motto des Buches, welches ich mir im KaDeWe gekauft hatte („Am Arsch vorbei – führt auch ein Weg„), bestellten wir uns zur Vorspeise eine Schüssel in Bierteig gebackene Knoblauchzehen – also mal eben locker 2 oder 3 ganze KnoblauchKNOLLEN zur Vorspeise. Damit war das Thema auch schon durch. Zur Hauptspeise gab es für meine Frau die Hirschkeule und ich bekam eine halbe Ente, gefüllt mit Trockenfrüchten und – Knoblauch (was auch sonst). Die Ente war so genial lecker, ich ärgerte mich jetzt, dass der Burger aus dem KaDeWe noch nicht ganz verdaut war. Ich hatte schon länger eine gewisse Vorstellung von einer richtig guten Ente im Kopf, nachdem ich das Buch „Das Geständnis des Mönchs“ gelesen hatte und musste beim Essen sofort wieder an dieses Buch denken – ein sehr gutes Buch übrigens…

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Auf dem Rückweg zum Hotel -Türmchen kehrten wir noch in ein Brauhaus am Alex ein, wo es mehrere Sorten Craftbier zu probieren gab. Von Pils, über Berliner Weiße, Weizen-, Lagerbir, bis hin zum Pale Ale (Ich HASSE Pale Ale!!!) wird hier alles selbst gebraut. Man kann sogar ein ProBier Set mit allen Sorten zu je 0,1cl bestellen (9€) und dabei seinen Favoriten herausfinden. Leider war das Weizenbier aus und so durfte man mir das Probierset nicht verkaufen – auch nicht mit einer Sorte weniger, das dürfe man nicht. Also gab ich dem Pale Ale eine aller letzte Chance und entschied danach, nie wieder ein Pale Ale in meinem Leben zu trinken!

Diesen Abend hatte ich einen solchen Stein im Magen (Burger, Ente, Knoblauchberge und Pale Ale), dass ich mir schwor am nächsten Tag nur an Salatherzen zu knabbern.

Tag 4: Prunk, Protz und Theater (Kurfürstendamm)

Wie geplant, fuhren wir am 4. Tag nach dem (leichten) Frühstück direkt zum Kuhdamm / Kurfürstendamm, um mal zu sehen, wie die Reichen und Superreichen ihr Geld so loswerden. Kaum steigt man aus der Bahn, erwarten einen dort Gucci, Prada, Versace und was sonst noch Rang und Namen hat. Wer mal eben ein Sakko für 1200€, ein Paar Schuhe für 850€ oder den neuen Tesla kaufen möchte, findet hier alles an einem Fleck. Glücklicherweise spricht mich das Design der meisten teuren Designerstücke nicht im Entferntesten an – man könnte es mir schenken, ich würde es nicht anziehen – bis auf den Tesla vielleicht, der war schon chic.

So kommt man u.A. am Laden von Udo Walz vorbei, in dessen Schaufenster man (würde man sich auskennen) mit Sicherheit die in oder andere Persönlichkeit oder B/C oder F -Promi erkannt hätte. Auf unserer „Nice to see“ -Liste stand noch die Kneipe „Das Klo“, zu der wir also auch noch pilgerten. Diese hatte leider noch geschlossen, aber dafür lief uns dort eine Politikerin aus dem aktuellen Kabinett über den Weg. Promi sehen: check!

Auf der einen Straßenseite hinauf und auf der anderen wieder runter – das war unser Plan. Zwischendurch kamen wir am Theater „Komödie am Kurfürstendamm“ vorbei, wo wir spontan für 20:00Uhr Karten kauften. Auch hier gab es überraschenderweise einen netten Rabatt aufgrund unserer Welcome Tickets.

Da ein wichtiger Punkt meiner To Do Liste noch offen war, musste nun so schnell wie möglich eine Berliner Currywurst her. Bei „Curry 27“ wurden wir tatsächlich fündig, selbst am Kurfürstendamm. Wer nun wissen möchte, wie die Currywurst war: Sie war OK, aber für die Currywurst aussm Ruhrpott und hier „umme Ecke“ würd ich die Berliner Wurst definitiv stehen lassen!

berliner Currywurst

Nun hatten wir noch ein wenig Zeit bis zu unserem Theater am Abend zu vertrödeln und schauten uns noch hier und da ein wenig um. Die Mall of Berlin erschien uns dafür der richtige Ort zu sein. Dort gibt es nicht nur ALLES zu kaufen, sondern auch zu essen und jede Menge Sitzgelegenheiten – die waren mittlerweile für uns schon echt Gold wert – mit über 20.000 Schritten pro Tag Laufleistung pro Person. In der Mall aßen wir eine leichte, vietnamesische Suppe „Pho“. Diese erschien uns wesentlich leichter zu sein, als das Fressprogramm von gestern.

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20:00Uhr – Theatervorstellung. Das Theater war anscheinend sehr alt, was man an der Ausstattung auch gut sehen konnte. Wir saßen – wie man das so von den Muppets kennt – in so einer Loge. Die Sitze waren jedoch so eng und der Fußraum quasi nicht vorhanden, dass es am Ende schon recht ungemütlich wurde. So sehnte man, obwohl das Stück selbst recht amüsant war, nach der Pause schon das Ende herbei. Angeblich zieht das Theater aber bald in neuere Räumlichkeiten um – gut für das Publikum!

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Tag 5 – Abreise und Resumee

Bis 10Uhr war das Zimmer, also der Turm, zu räumen. Frühstück gab es bis 11, also erst packen, dann frühstücken – perfekt. Danach ab ins Auto und auf den Heimweg. Viel Zeit um über das Erlebte noch einmal nachzudenken.

Eindrücke aus Berlin:

Wir kommen ja nun nicht wirklich vom Dorf. Na gut, aus der Großstadt auch nicht. Unsere Stadt hat knapp 51.000 Einwohner, aber ich dachte immer, ich hätte eine ganz gute Vorstellung davon, was „Normal“ ist und was nicht. Eines ist mir jetzt jedoch klar geworden – einen Scheiß weiß ich (man verzeihe mir die Ausdrucksweise)!

Öffentliche Verkehrsmittel:

Eines vorweg: Das Verkehrsnetz von Berlin ist, vergleichbar dem in anderen Großstädten, wie Paris, London oder New York, wirklich sehr gut! Ohne Weiteres kommt man ohne umsteigen (oder wenig umsteigen) von jedem beliebigen Platz in Berlin zu jedem anderen Ort. Die Wartezeiten auf die nächste Bahn liegen immer unter 10 Minuten – auch nachts. Unsere weiteste Strecke zu einer Bahn waren 10 Minuten.

Die S- und U-Bahnen sind ein Schmelztiegel von Allem, was unsere Gesellschaft so an Kreaturen hervorbringt. Versteht mich hier bitte nicht falsch, ich bin sehr tolerant und ich möchte meine Eindrücke auch so wertfrei schildern, wie es eben geht. Da ist diese Frau – sie telefoniert ganz offensichtlich mit jemandem, doch man sieht gar kein Handy. Na gut, hat sie vielleicht ein Headset irgendwo. Später siehst Du – da ist auch kein Headset und du schluckst…
Hin und wieder begegnest du betrunkenen Menschen, einige pöbeln oder schreien herum. Am besten ist es wohl das zu ignorieren, wegzusehen und weiterzugehen.
Dass es Menschen gibt, die sich in ihrem Körper unwohl fühlen, hat sich sogar schon bis in unsere Kleinstadt herumgesprochen. Dank RTL und Co. fühlt man sich stets gut informiert und meint, man kenne sich aus mit Männern, die gern eine Frau sein möchten und umgekehrt – alles nichts Neues. Das Thema ist mittlerweile in unserer Gesellschaft angekommen und man hat es als „normal“ abgespeichert. Da tritt eine hübsche Blondine im Fernsehen auf und du denkst dir – das war mal ein Mann? Respekt! In Berlin bekommst Du dann aber das wahre Leben abseits des Fernsehens und mit allen Stilblüten – abseits deiner angelernten Normen – mit. Da setzt sich eine Frau in der Bahn dir gegenüber hin – Strumpfhose, strenger Rock, Oma -Schuhe, Handtasche und du blickst nach oben und schaust in ein Gesicht wie von Kater Karlo aus Mickey Mouse, also richtig mit  3-Tage Bart. Eine Ausnahme? Mit nichten. Mir ist dort in den 4 Tagen keine Olivia Jones über den Weg gelaufen, keine hübsche Blondine, wo du dich fragst – war das mal ein Mann? Dafür aber mehrere Kater Karlos, oder Spikes (der strenge Hund von Tom & Jerry) in Rock und Stöckelschuhen. Immer wenn du dich in Gesellschaft vermeintlich „ganz normaler Leute“ wähnst, entdeckst du irgend ein sonderbares Detail, was dir zeigt, aus was für einem Dorf du doch kommst – und seien es nur goldenen Socken. Da verwischen in 4 Tagen deine in Jahrzehnten erworbenen Anschauungen von „Normal“ und der Horizont weitet sich…

Dann sind da noch die Musiker, die an bestimmten U-Bahn Haltestellen einsteigen, ein Lied spielen, abkassieren und dann in die nächste Bahn einsteigen. Mal klimpert da jemand ein abgedroschenes spanisches Lied auf einer schlechten und verstimmten Gitarre, doch schon auf dem Rückweg kommt ein Geiger, der dir mit seinem Lied die Tränen in die Augen treibt, so schön spielt er. Da denkst du dir: Schade dass du jetzt kein Kleingeld in der Tasche hast.

Berliner Schnauze:

Ich kenne den Ausdruck „Berliner Schnauze“ und ich hatte mir bis dato immer eine bestimmt direkte Art darunter vorgestellt – so ähnlich wie bei uns im Ruhrpott – direkt und kein Blatt vor dem Mund. Da rennst Du zur Vordertür eines stehenden Busses, weil du nach dem richtigen Bus fragen möchtest: „Fährt dieser Bus zufällig nach Lichtenfelde?“ kommt die Antwort vom Fahrer: „Steht det etwa dran?“ knallt mir die Tür vor der Nase zu und fährt mich noch fast über den Haufen. Ein anderer Fahrer weigert sich loszufahren, weil ihm der Bus vorne zu voll ist und alle „Hinter die Schrenke musse“ (hinter die Schranke). Dies verstehen aber die englischen Touristen nicht, weil sie – wie auch der Busfahrer – der Deutschen Sprache nicht so wirklich mächtig sind. Eine ältere Dame hält sich mit einer Hand an der besagten Schranke fest und bekommt zu hören, sie solle gefälligst die Finger davon lassen, was das denn soll, immerhin sei es nicht ihr Eigentum.
Ein anderer Fahrer unterhielt sich die gesamte Fahrt über mit sich selbst, summte und sang – mit offenem Mikrofon. Nebenbei trank er ein bräunliches Getränk aus einer Eistee Flasche, ich könnte jedoch wetten, das da schon lange kein Eistee mehr in der Flasche war… Immerhin hatte er sehr gute Laune.

Sobald es in Berlin dunkel wird, sieht man überall obdachlose Menschen – hauptsächlich Männer – sitzen oder liegen. Vor Kaufhäusern, in Wohnungseingängen, unter Brücken und in den S-Bahnhöfen. Ich hatte immer gedacht, es gäbe bestimmte Orte, oder etwas verstecktere Plätze, an denen so etwas zu finden ist, aber anscheinend habe ich mich da geirrt. Automatisch macht man einen Bogen drum herum, doch ab und zu kommst du ungewollt schon recht nah heran und dann haut dich der Geruch aus den Socken. Eine Mischung aus allem, was der Menschliche Körper so abgibt – und Alkohol.

Nach 4 Tagen kann man mit Sicherheit nicht behaupten, man hätte Berlin gesehen. Man hat vielleicht mal kurz hineingeblickt, hat sich Gebäude von innen und außen angesehen, aber ich denke man muss schon in Berlin leben, oder sehr viel mehr Zeit dort verbringen, um das echte Berlin kennen zu lernen. Unsere 4 Tage waren ein schönes, unvergessliches Erlebnis. Beim nächsten Mal schauen wir uns mal eine andere Seite von Berlin an. Wir kommen mit Sicherheit wieder!

Los, folgt und teilt mich:

Was kostet ein Stau?

Heute Morgen war ich auch mal wieder fällig: Auf meiner Haus- und Hofstrecke, die ich mindestens 3x die Woche fahre, stand ich plötzlich und ohne Vorwarnung durch Radio oder Navi im Stau. Für manche unter euch ist das sicherlich der Normalzustand und wiederholt sich täglich neu, aber auf meiner Strecke kommt das höchst selten vor. Natürlich plane ich deshalb auch einen möglichen Stau nicht unbedingt mit ein. So kam es, wie es kommen musste – ich verspätete mich zu meinem ersten Termin an diesem Morgen – zwar nur ein paar Minuten, aber immerhin, bin ich doch sonst grundsätzlich sehr pünktlich, oder auch ein wenig früher da.

Image: Autobild.de

Image: Autobild.de

Nun saß ich da im Auto und fing an nachzudenken – was kostet eigentlich ein Stau? Was bedeutet das für die Volkswirtschaft, wenn Hunderte Autos minutenlang aufgehalten werden? Ich fing an zu rechnen:

Wie viele Autos stehen hier wohl gerade mit mir im Stau? Rechnet man einen Kilometer durch eine durchschnittliche Wagenlänge plus Abstand zum Vordermann, so kommt man auf ca. 240 Autos pro Kilometer und Spur. Auf meiner Strecke ist die Autobahn 3 Spurig. Nehmen wir also an, die 2 linken Spuren stehen voll mit PKW, wären das dann 480 Autos pro Kilometer Stau. LKW können wir – großzügig überschlagen – mit etwa 40 pro Kilometer rechnen. Das Institut für Verkehrsforschung gibt die durchschnittliche Besetzung in einem PKW mit 1,5 Insassen an. Das macht dann also (480 x 1,5 =) 720 PKW Insassen und etwa 40 LKW Fahrer(-innen), also 760 Personen pro Kilometer Stau!

Wie kommen wir also nun auf die Kosten? Mein Stau hat im Endeffekt „nur“ 10 Minuten Verzögerung ausgemacht und deshalb wollte ich das mal anhand dieses Beispiels rechnen. Die Allermeisten, die morgens über die Autobahn fahren, sind dort sicherlich beruflich unterwegs, oder haben zumindest ein Arbeitsverhältnis, um sich ein entsprechendes Fahrzeug leisten zu können. Laut Internetrecherche verdient ein Arbeitnehmer in Deutschland im Durchschnitt 3689€ pro Monat (incl. Zulagen). Bei einer 40 Stunden -Woche und 4 Wochen im Monat komme ich auf einen Stundenlohn von 23€. Kraftfahrer kommen hier ca. auf 9€. Das bedeutet für meinen Stau:

720 PKW Insassen x 23€ / 6 (um auf 10 Minuten zu kommen) = 2760€
40 Kraftfahrer x 9€ / 6 = 60€

Summe: 2820€ pro Kilometer Stau alle 10 Minuten!

Nun sind wir ja noch lange nicht am Ende der Rechnung. Eine weitere Studie fand heraus, dass der Stop and Go Verkehr im Stau ca. 1,88 x mehr Kraftstoff verbrauchen lässt als bei normaler Fahrt. Laut ADAC verbrauchen wir im Mittel etwa 6,9 Liter auf 100km. Im Stau wären das dann 12,9L auf 100km. Pro Kilometer Stau also (720 x 0,129 =) 92,88L. Mit den LKW (ca. 12L pro KM Stau) wären wir dann bei ca. 105L Kraftstoffverbrauch. Rechnen wir hier nun ca. 1,20€ (Diesel und Benzin zusammen) x 105 kommen wir auf weitere 126€, macht also bereits 2946€.

Laut Internetrecherche stehen wir Durchschnittsbürger pro Jahr etwa 38 Stunden im Stau! Das macht also ca. 874€ bei normalem Verdienst für jeden Bürger aus. 2013 gab es insgesamt 830.000km Stau auf deutschen Autobahnen. Das sind also pro 10 Minuten 2.445 Milliarden (!!!) Euro und die meisten Staus dauern länger als 10 Minuten…

Nicht mit eingerechnet sind:

– beim Chef antanzen müssen („Warum sind Sie zu spät?“)
– sich bei jemandem entschuldigen
– wichtige Termine verpassen
– Anti -Stress und Yoga Kurse wegen Staufrust
– unnötige Übernachtungen für Fernfahrer
– …

Denke aber immer dran – es ist besser mitten im Stau zu stehen, als ganz vorne… („…du stehst nicht drin, du bist der Stau!“ – Fanta 4, Gebt uns ruhig die Schuld)

Über Kommentare würde ich mich wie immer freuen!

Los, folgt und teilt mich:

Ungerechtigkeit beim Elterngeld

Nun da bei uns bald Nachwuchs angesagt ist, haben wir uns folgende Frage gestellt: Wie verhält sich die Wahl der Steuerklasse auf das später zugesprochene Elterngeld? Die Antwort ist einfach: Sehr ungerecht!

Nun zum Versuch einer Erklärung:

Da ich Selbstständiger bin und wir am Ende des Jahres nicht Unmengen an Steuern nachzahlen wollen, haben wir für meine Frau die Steuerklasse 5 ausgewählt. Dadurch bekommt sie monatlich von ihrem Angestelltengehalt deutlich weniger, aber wir zahlen beim Jahresabschluss nicht so viele Steuern nach! Summa summarum kommt es bei jeder Steuerklasse am Ende auf das Gleiche heraus. Wir haben also dadurch nicht einen Cent mehr oder weniger auf dem Konto (auf das ganze Jahr hin gesehen).

Nun wird zur Berechnung des Elterngeldes aber nicht der Bruttolohn zur Grundlage genommen, sondern der Nettobetrag – das ist ja der Betrag, der monatlich nach Steuern auf dem Konto landet. Dies bedeutet, dass wenn wir für meine Frau rechtzeitig die Steuerklasse 3 ausgewählt hätten (zur Erinnnerung: Das Jahreseinkommen bleibt gleich), würde das Elterngeld deutlich höher ausfallen. Ist das logisch???

Um nun das sogenannte „Steuerklassen -Hopping“ (also das ständige Wechseln der Klassen zum Ausnutzen der diversen Vorteile einer jeweiligen Klasse) zu vermeiden, gibt es die Regel, dass der Klassenwechsel schon mindestens 8 Monate vor dem Geburtstermin stattgefunden haben muss, sonst zählt der Wechsel nicht. Wenn man – mit diesem Wissen bewaffnet – schon kurz nach der Schwangerschaftsdiagnose zum Amt rennt, dem könnte also schon eine wenig verfrühte Geburt einen Strich durch die Rechnung machen.

Warum nimmt man nicht den Betrag des letzten Jahresabschlusses zur Berechnung? Wo ist da der Sinn? Tut mir leid, das kann ich nicht nachvollziehen.

EDIT (5.5.2014):

Anscheinend gibt es seit 2013 eine Änderung im Gesetzt. Ab sofort wird vom Bruttolohn ein Pauschalbetrag herunter gerechnet. Ist das dann damit wieder fair? Ich denke ja…

Infos z.B. hier!

Ich freue mich auf eure Kommentare.

Los, folgt und teilt mich:

Telekom Vertrag – ein Spießrutenlauf (Protokoll)

18.12.2013 – kurz vor Weihnachten: Ich beschließe beim Wechsel meines DSL Anbieters das Vergleichen aufzugeben und „auf Nummer sicher“ zu gehen, also greife ich zum Telefon und wähle die Bestellhotline der Deutschen Telekom. Dort besitze ich ja eh schon meine Telefonleitung und mein bisheriger Provider (1&1) mietete dort meine DSL Leitung. Sollte also alles glatt laufen – dafür zahle ich dann auch mal locker 10€ mehr im Monat, aber Hauptsache es läuft…

Nach einem recht freundlichen und auch kompetenten Beratungsgespräch beauftragte ich ein Komplettpaket aus Telefonanschluss und DSL Leitung plus eines WLAN Routers. Bearbeitungszeit: 5 Werktage, wegen Weihnachten evtl. etwas länger. Kein Problem: mein Vertrag läuft erst am 3.1. aus! Genug Zeit.

Montag 30.12.2013: Anruf bei der Telekom (Nachfrage Bearbeitungsstatus)
Ja, der Auftrag ist noch in Bearbeitung. Sollte in den nächsten Tagen alles eintreffen. Auf meine Frage, ob ich am 4.1. nahtlos wieder ins Internet kommen würde meinte man: Klar, rufen sie einfach an, sie bekommen dann eine Übergangskennung, falls ihre Unterlagen noch nicht da sein sollten.

Samstag 4.1.2014, 0:00Uhr – 1&1stellt das Internet ab (also meine Leitung…)

Sonntag Mittag (5.1.) – Anruf bei der Telekom,
Frage nach der Übergangskennung: „Sie haben ja nur einen ganz normalen Telefonanschluss bei uns, kein Internet“
Ja, richtig, da warte ich ja auch noch drauf. Nach kurzem Suchen im PC – da gäbe es tatsächlich einen Auftrag, der sehe etwas komisch aus, ich sollte mich am Montag ab 7:00Uhr melden, sie wolle dem Kollegen nicht dazwischen funken… Irgendwas sei da storniert!

Montag Vormittag (6.1.2014): Nachfrage Übergangskennung bei der Telekom
„Ja lieber Kunde, ihr Anbieter 1&1 hat uns leider die DSL Leitung noch nicht wieder zurück übertragen, wir arbeiten dran.“ Auf meine Frage, ob ich etwas tun könne: „Ja, rufen sie doch auch mal bei 1&1 an…“

Gesagt getan: Anruf bei 1&1:
„Ihre DSL Leitung gehört ja nicht uns, die gehört der Telekom, die müssen die auch wieder freischalten… darauf müssen sie wohl warten. Dies soll planmäßig am 7.1. geschehen.“

Diesen Zustand nennt man unter Fachleuten Provider -PingPong…

Dienstag, 7.1.2014, 13:30Uhr: Anruf bei der Telekom
„Wir haben bislang noch keine Kündigung ihres Anschlusses bei 1&1 bekommen, hat ihnen das niemand gesagt dass sie uns das schicken sollen???“
Auflegen, 2. Versuch:
„Ja, wir schicken Ihnen jetzt eine Übergangskennung raus. Ist ein PDF Dokument. Kommt in 3-10Minuten und den Zugangscode per SMS.“

Was nun? Ratet mal…

20 Minuten später: Anruf bei der Telekom – keine Zugangsdaten erhalten (weder eine Mail, noch eine SMS):
Support: „Geben sie mir bitte nochmal (!!! zum 3. Mal) ihre Mail Adresse und die Handynummer… oh, es gibt einen Fehler beim Rausschicken… oh, ein Kollege ist da noch im System und blockiert alles… ich versuche es im Laufe des Tages weiter. Bitte etwas Geduld…“

Mittwoch, 8.1.2014, 8:00Uhr – Anruf bei der Telekom
Ich: „Meine Zugangsdaten sind gestern nicht angekommen“
Support: „Doch“
Ich: „Nein!“
Support: „Moment, ich schau mal…. oh ja, anscheinend gab es ein Problem. Bitte geben Sie mir nochmal ihre Mail Adresse und die Handynummer (4. Mal!!!)“
Ich: „Wann bekomme ich dann meine Unterlagen und den Router?“ Support: „Das wird noch ein paar Tage dauern…“

5 Minuten später:
Siehe da, ich bin tatsächlich erstmal wieder im Internet. Nun mal sehen, wie lange es jetzt braucht bis der Router kommt und ich alles wieder nutzen kann. Ich halte euch auf dem Laufenden…

Los, folgt und teilt mich:

Stirbt der Kiosk aus?

Als Kinder war der Kiosk in der Siedlung mit seinen Süßigkeiten, Zeitschriften und Krimskrams nicht wegzudenken. Sobald es Taschengeld gab ging es ab zum Kiosk, Büdchen, Trinkhalle oder wie man  sie sonst noch so nannte. Wassereis für 10 Pfennige, eine gemischte Tüte zu 1 Mark (ohne Lakritz 😉 ), oder gar ein YPS Heft für 3,50Mark – mit der Kurbel-Spaghettigabel oder den Urzeitkrebsen aus der Tüte… Entweder man kaufte die Dinge durch ein Fenster an der Straße, oder in manche konnte man sogar hineingehen. Dann wurde man bem blättern in den Mickey Maus Heften ausgeschimpft, weil man sie doch auch noch kaufen sollte. Sonntags Morgens gab es frische Brötchen und für das Restgeld etwas Süßes. Im Sommer wurde regelmäßig Eis gekauft: Ed van Schleck, Capri, Domino, Nogger Choc, Twister,… und wie sie alle hießen.

Auf dem Weg von der Schule wurde das restliche Taschengeld (oder das zweite Taschengeld von Oma und Opa) mal eben in Panini Sammelbilder investiert – 40 Pfennige pro Tüte, Fußballbilder, HeMan, oder was sonst grade „in“ war. Kennt ihr noch diese glibberigen Monsterweingummis, oder diese Zauberkaugummis, die beim lutschen die Farbe wechselten? Man hatte oft mehr Farbe an den Fingern als im Mund…

Wo sind heutzutage diese Mini -Lädchen? Warum zahlen wir unseren Kindern überhaupt noch Taschengeld? Damit sie ihre Prepaid -Handys aufladen können? Per SMS irgendwelche Klingeltöne bestellen? Sammelbilder gibt es heute nur noch als Zugabe beim Einkauf an der Supermarktkasse und Süßigkeiten zu 100g verpackt in Plastiktüten. Wassereis müssen wir selber einfrieren und für eine Familienrunde Eis am Stiel kann man bald essen gehen!

Schade, Kiosk wir vermissen dich!

Teil doch auch eure Kiosk -Erlebnisse mit mir. Hinterlasst einen Kommentar!

Los, folgt und teilt mich:

Autofahrer fordern: Aufenthaltsverbot auf Autobahnbrücken!

Wieder ein Anschlag von einer Autobahnbrücke:

Bei Homburg wirft ein Unbekannter einen Lehmklumpen von einer Fußgängerbrücke auf die A5 und trifft einen Kleinwagen. Der Beifahrer muss schwer verletzt ins Krankenhaus.

Immer wieder hört man von solchen Vorfällen. Was die Täter zu einer solchen Handlungen treibt, darüber kann man nur spekulieren.

Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, kann da schon mal ein mulmiges Gefühl bekommen, wenn auf einer Autobahnbrücke mal wieder mehrere Personen stehen und winken. Mal sehen, wann der erste Unfall passiert, weil ein Fahrer aus Panik eine Vollbremsung hinlegt. Ich fordere daher ein Aufenthaltsverbot auf Brücken, die über eine Autobahn oder Schnellstraße führen. Das Passieren kann ja weiterhin möglich sein, aber ein Aufenthalt sollte verboten werden. Sicherlich könnte man auch durch Zäune ein Herabwerfen von größeren Gegenständen verhindern, oder größere Brücken per Kamera überwachen, doch bei der großen Anzahl der Brücken, würde dies sicherlich sehr teuer werden.

Wie könnte man ein solches Verbot gesetzlich argumentieren? Welche Alternativen gäbe es?

Ich würde mich über eure Kommentare freuen.

Grüße, Dennis

Hier die Meldung von N-TV.

Los, folgt und teilt mich:

Verkaufsgespräche Teil 3: Der Abschluss

In den letzten Teilen „Das Vorgespräch“ und im „Hauptteil“ haben wir den Kunden geöffnet und für einen Verkaufsabschluss vorbereitet. Ohne diese Vorarbeit gelingt uns kein Abschluss.

Ohne Vertrauen kein Abschluss:

Wenn ich es in den beiden vorherigen Phasen nicht geschafft habe, Vertrauen zu mir und meinem Produkt herzustellen, werde ich keinen Abschluss machen! Oftmals ist das persönliche Vertrauen dabei noch höher einzustufen als das Vertrauen zum Produkt.

Hinleiten durch Zusammenfassung und Bestätigung:

In vorigen Teil habe ich bereits beschrieben, wie wichtig es ist, im Verkaufsgespräch möglichst viele „Ja´s“ vom Kunden einzusammeln. Ich hatte dazu einige Beispiele ganannt. Im Abschlussgespräch gehe ich nun her und wiederhole alle Bestätigungen, die mir der Kunde selbst gegeben hat:

„Herr Müller, ich fasse also nochmal kurz zusammen: Sie haben ja selbst bestätigt, dass Sie mit dieser Software einiges an Zeit einsparen können. Ebenso haben Sie ja auch gesehen, dass die Software leicht zu bedienen ist und Sie durch die Optimierung der Arbeitsprozesse bares Geld einsparen werden, ist das korrekt?“

Da ich die oben genannten Punkte bereits vorher alle bestätigt bekommen hatte, kann der Kunde in diesem Status nur ein weiteres „Ja“ geben. Wir nehmen dem Kunden somit jegliche Grundlage für einen Einwand, der gegen einen sofortigen Abschluss spricht.

Immer von einem Abschluss ausgehen

In diesen Stadium des Gesprächs gehe ich in meiner Wortwahl immer davon aus, dass der Kunde sich bereits für mein Produkt entschieden hat: Fragen Sie nie: „Möchten Sie den Fernseher nun haben?“, sondern „Wann darf ich Ihnen den Fernseher liefern?“ oder „ab wann würden Sie die neue Software denn einsetzen?“.

Die oben genannten Methoden betrachte ich als „saubere“ Verkaufsmethoden, bei denen der Kunde aus freiem Willen und mit einem guten Gefühl einen Abschluss tätigt. Oftmals wird dabei auch die Wertigkeit des Produkts aus Kundensicht deutlich erhöht. Sicherlich gibt es ein paar weitere Abschlussmethoden, deren sich mancher Verkäufer allzu gern bedient. Die häufigsten arbeiten entweder mit zeitlichem Druck oder Angst. Ich werde hierzu einen gesonderten Bericht schreiben.

Sicherlich ist dies keine vollumfängliche Universallösung. Es sind lediglich einige Werkzeuge, die sehr häufig funktionieren.

Ich wünsche stets gute Abschlüsse,
Dennis Dutschmann

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Verkaufsgespräche Teil 2: Der Hauptteil

Nachdem wir unseren Kunden im Vorgespäch gut vorbereitet und geöffnet haben, leiten wir nun in das eigentliche Verkaufsgespräch über.

Was möchte der Kunde hören?

Ein Fehler den viele Verkäufer gern machen – Sie reden sich um Kopf und Kragen. Auch wenn ich noch so überzeugt bin von meinem Produkt, sollte ich schon genau den Kunden beobachten, um nicht den Punkt zu überschreiten, wo die Aufmerksamkeit in Desinteresse umschlägt.

Weniger ist mehr

Wenn ich als Verkäufer meinem Kunden ein komplexes System (auch ein Flachbildfernseher ist ein komplexes System) verkaufen möchte, so ist es nicht ratsam, alle Funktionen bis ins Detail anzusprechen oder zu präsentieren. Leider kann man auch hier keine pauschale Aussage machen, denn jeder Kunde ist anders. Der durchschnittliche Privatkunde, der in einen Elektrofachmarkt kommt, ist es sicherlich nicht gewohnt, viele technische Details an einem Stück zu verarbeiten und zu verstehen. In diesem Fall wäre es sicherlich sinnvoller, ihm die 2 oder 3 Highlights in Form einer kleinen Geschichte zu präsentieren („…wenn Sie zum Abendprogramm noch beim Essen sind, dann können Sie mit diesem Recorder das Fernsehprogramm einfach anhalten und später den Film ansehen. Außerdem können Sie dann die lästige Werbung einfach überspringen…“).

Verkaufe kein Produkt, verkaufe einen Nutzen!

Nicht die Software, sondern die Zeitersparnis, nicht der Riesenfernseher, sondern das Kinofeeling, nicht der Staubsauger mit 3000 Watt, sondern das Plus an Gesundheit, wegen weniger Milben im Teppich – das kauft der Kunde!

„Ja´s“ sammeln

Das beste Mittel, um einen sicheren Abschluss hinzubekommen, ist das Sammeln von Bestätigungen vom Kunden. Im Grunde ist es ganz einfach: Ich hole mir nach jeder wichtigen Aussage ein „OK“ oder ein „Ja“ vom Kunden ab:

„…können Sie sich nun vorstellen, dass man mit dieser Software wirklich Zeit sparen kann?“
„…sehen Sie, wieviel Staub ich nun noch aus Ihrem Teppich gesaugt habe. Glauben Sie mir, dass es so viel gesünder ist, mit weniger Staub im Teppich?“
„…wenn Sie Ihre Ware also nun über uns beziehen, würden Sie doch deutlich weniger Aufwand haben – stimmts?“

Durch diese Vorgehensweise bereiten wir direkt den Verkaufsabschluss vor und umgehen damit fast jegliche Einwände, die gegen einen Verkauf sprechen. Dies bekommt dann im Abschlussgespräch noch sehr viel Bedeutung.

Sicherlich gibt es noch eine Reihe an weiteren Methoden, die in einem Verkaufsgespräch zum tragen kommen. Ich werde einzelne Punkte noch einmal gesondert behandeln.

Im nächsten Bericht gibts dann die Überleitung und das Abschlussgespräch. Kommentare sind wie immer sehr gern gesehen.

Grüße, Dennis

Weitere Posts zu diesem Thema:

Das Vorgespräch

Das Abschlussgespräch

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Cheers – So geht feiern in Freiburg

Cheers – Runde 2

Tja, was soll ich sagen: Es war mal wieder so weit. Die „Spaßfraktion“, also eine handverlesene Auswahl von feierfähigen Leuten, machte sich auf den Weg ins schöne Freiburg, um dort Land und Leute kennenzulernen. Einquartiert wurde in der sehr empfehlenswerten Jugendherberge, die für kleines Geld eine gute Alternative zu einem Hotel bietet (wenn man nicht ganz so anspruchsvoll ist).

Eigentlich war uns schon von Anfang an klar, wie das Programm am ersten Abend auszusehen hat. Nach den Erfahrungen vom letzten Freiburg Abend, war die Wahl einstimmig auf das Cheers gefallen.

Gesagt – getan!

Mit dem Taxi ist man in etwa 5 bis 10 Minuten zentral in der Freiburger Altstadt. Zu Fuß ist man von dort aus in 2min dann am Cheers. Beim Betreten der Lokalität wurden wir gleich wiedererkannt und entsprechend begrüßt, was unsere Begleiter etwas verwunderte 🙂 – zumal ein Teil der Begleitung aus Freiburg kommt, wir jedoch nicht… Ich glaube ab hier konnten alle den Ausgang des Abends halbwegs erahnen.

Zu unserem Glück waren beide Besitzer des Cheers, Jochen und Tom, anwesend. Die Aussage von Jochen, dass er eigentlich mal eine Zeit lang nichts trinken wollte, haben wir ganz einfach überhört. Nach dem ein oder anderen „Brandbeschleuniger“ (Bier im Sektglas auf Ex, wobei du ja mal versuchen kannst, so schnell wie Jochen zu sein…), waren dann alle guten Vorsätze weg. Die ein oder andere Showeinlage mit fliegenden (oder auch mal klirrenden) Gläsern gehört ebenso zum Cheers, wie das große Spektrum an Getränken, Coctails, Schnäpsen oder Biersorten, welche  – teils bestellt oder auch nicht bestellt – plötzlich vor einem stehen.

Ich frage mich bis heute, welches kleine grüne Getränk uns Jochen da aufgetischt hatte… Es soll eine Neuerrungenschaft gewesen sein. Vielleicht kann mir da aus Freiburg mal jemand nen Tipp geben!? Ich weiß nur – es war staaaark, aber total lecker.

(Anmerkung: Das grüne Zeug heißt „Agwa“ und kostet 95€ pro Liter im EK)

Essen kann man übrigens auch total gut im Cheers. Bis ca. 22Uhr gibt es eine warme Küche, die man auf den ersten Eindruck so nicht im Cheers vermutet hätte.

Irgendwann geht auch der schönste Abend dem Ende zu. Manche erinnern sich daran, manche nicht…

Die Besichtigung Freiburgs am nächsten Morgen haben wir dann einfach gegen ein Katerfrühstück eingetauscht und den warmen Wind in Freiburgs Gassen genossen.

Stammgäste for Lifetime!

Grüße nach Freiburg und alle die dabei waren,
Dennis

PS: Kommentare gern gesehen…

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